Kein TÜV für meinen 290er Bj. 92

  • ...Ich glaube das gehört hier nicht rein...gern per PN ;)



    Grüße,


    Sebastian

  • Hallo

    Bei allen guten Ratschlägen an den TE sollte man doch mal realistisch bleiben. Wer schon selbst an so alten Kisten geschraubt oder geschweißt hat, weiß, wie die von unten aussehen. Wenn der TE früher selbst an Autos geschweißt hat, sollte er doch auch in der Lage sein, sich sein Gefährt von unten mal kritisch anzuschauen und selbst einzuschätzen, ob es sich noch lohnt. Zumindest monitär lohnt es sich in jedem Fall nur, wenn er es selbst macht.

    Wenn er es nicht will oder kann, dann bedeutet das sicherlich das Ende für sein Schätzchen. Mal ehrlich, wer will so eine alte Kiste ohne TÜV? Da muß man schon Masochist mit viel Geld und Zeit sein.

    Hier hilft kein Tipp, wo er sich hinwenden soll, sondern nur seine eigene Entscheidung, reparieren oder was neues ran.

    Gruß Theo

    Willst du, dass es perfekt wird, dann mach es selbst.

  • Schön beschrieben... Letztes Jahr hatte ich es mal überschlagen. In unserer Kiste steck(t)en bis dahin 6...700 Arbeitsstunden.


    Grüße,


    sebastian

    und wenn du die mit nur 30€ Stundenlohn ansetzt wirst du feststellen, das dir kein Gutachter der Welt diese „Kosten“ wertmäßig bescheinigt.

    Daher habe ich mich auch davon verabschiedet und meine alten Schätze ( bis auf einen restaurierten Roller ) verkauft.

    Wenn mir jemand so ein restauriertes Teil kaputt fährt und ich bekomme nur einen Bruchteil des Wertes ( den ich in Form meiner Zeit investiert habe) würde ich mich schwarz ärgern.

    Daher fahre ich nur noch mehr oder weniger aktuelle Fahrzeuge und habe seither auch nicht mehr ständig Angst, das sich doch noch irgendein vergessenes oder ungetauschtes Teil im Urlaub verabschiedet und ich dann da wieder den Blaumann anziehen „ darf“.

    Aber vor jedem der sich die Zeit nimmt und gerne schraubt habe ich großen Respekt 🙇

    Martin

  • Bei mir habe ich auch einiges nicht „fachgerecht“ gemacht, aber funktional und sicher.

    Will ich fahren oder will ich schrauben?


    Ich habe einen Job, ich habe Frau und Hund, da kann ich nicht ständig unterm Auto liegen, weil ich da Selbstbestätigung finden will. Sollte sich m.M. nach alles in einer guten Balance bewegen.


    Natürlich erfüllt es einen mit Stolz, wenn man gute Zustandsbeurteilung bekommt, aber man sollte die Kirche auch im Dorf lassen. 30-35 Jahre lassen sich auch in 700 Stunden nicht pulverisieren.


    Teile die mal durch 16 Stunden (tgl. aktive Zeit), so sind das 45 Tage. Diese Lebenszeit würde ich dann doch lieber ins Reisen investieren.


    Ich habe zu Anfang, als es dann auf dem Hif stand, neben dem Job 100 Stunden in einem Monat und gut 1000,00 investiert, damit es wieder auf die Straße kommt, mit dem Ziel auch mit Frau und Hunden gleich ne Tour zu machen.

    Danach immer mal hier ein Tag, dort ein paar Stunden, dort mal Equipment, was sich so im Gebrauch zeigt, wo noch Bedarf ist.


    Aber am wichtigsten ist mir, dass es rollt.


    Und das muss es nicht oft, aber es tut es, wenn Bedarf ist.


    Und ich denke, es ist gut verkäuflich, wenn ich es dann mal in Betracht ziehe. Ein großes Problem ist immer, wenn man viel Zeit und Kosten investieren mußte, da „verschlissen“, es aber Fahrzeuge ähnlichen Alters gibt, die einfach von der Grundsubstanz besser sind. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Stunden keinen Mehrwert bringen.


    Wir machen manchmal son Schrauberevent am Wochenende mit Grillen und Umtrunk. Da geht’s dann aber auch um die Geselligkeit.( da fällt mir ein, muss ja noch Nebel- und Fernlicht anbauen😁)


    Gruß Jerome

    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten...

  • Die Zeit in Geld umzurechnen, davon habe ich mich verabschiedet. Ich habe das einmal grob überschlagen und es dann sein gelassen.

    Wenn man so eine alte Kiste pflegt & bewegt geht es doch sowieso eher um ideelle Werte....und für mich auch darum einen Ausgleich zur Büroarbeit zu haben.


    Dazu ist es ein echter Mehrwert, gerade im Lieferantenmanagement wo ich mich zur Zeit rumtreibe, viele Dinge schon selbst gemacht zu haben.

    Eine Schweißkonstruktion sehe ich bspw. mittlerweile mit ganz anderen Augen... oder einen Kabelbaum ;)


    Grüße,


    Sebastian

  • Früher als wir Schüler und Studenten waren und wenig Geld hatten, wurde alles geschweisst bis zum "gehtnichtmehr".

    Es ist doch auch ein Rechenexempel.

    Kann ich mir den Aufpreis für ein ähnliches, intaktes Mobil mit 2 Jahren TÜV leisten, daß dann nicht wieder genauso aussieht. Ist überhaupt sowas auf dem Markt?

    Oder ist mein Mobil ansonsten soweit in Ordnung daß nur geschweißt und die Bremsleitungen ausgewechselt werden muß.

    Und ich 2 Wochen "Selber-Schweisse" , ggfs noch ein Schweißgerät kaufe. Danach wieder bei Kleinanzeigen verkaufe, wenn kein Platz.

    Klar, wenn Null Möglichkeit besteht selbst Hand anzulegen, man keinen Platz hat und in eine Mietwerkstatt muß etc, wird es schwierig.

    In den Osten zu fahren ist ja auch nicht für jeden eine Option, wenn beruflich bzw. wie auch immer eingespannt.

    Ich persönlich stehe eher auf dem Standpunkt alte Sachen zu reparieren, ich weiß was ich habe und kenne das Auto.

    Bei einem "neuen" Gebrauchten kauft man doch wieder die Katze im Sack.