kurze frage zur batterie

Aktuell sind bis voraussichtlich Mitte Oktober 2020 keine Neuregistrierungen möglich
  • hallo zusammen

    War heute seit august 2019 das erste mal wieder in der halle bei meinen Hymer um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Also am Ebl den Schalter auf ein gelegt, Schlüssel ins Zündschloss, vorglühen lassen und gestartet. Auto sprang auch sofort an und lief einwandfrei. Kurze zeit später bin ich hinter um am Panell zu schauen was sich so tut. Leider zeigte es mir bei Batterie 1 nur 14 v an und auf Batterie 2 gar nix. Kein Licht gar nix ging hinten. Also auto ca 30 Minuten laufen lassen und dann von außen den Landstrom angesteckt. Brachte leider auch keinen Erfolg außer das die vordere Batterie geladen wird und die hintere nix anzeigte, auch gingen hinten weder lichter noch irgendwas. Starter Batterie und Aufbau Batterie sind jetzt ca. 3 Jahre alt. Kann es wirklich sein das die Aufbau Batterie schon durch ist.

  • Hallo,


    gibt es bei dir am Panel einen 12V Hauptschalter?

    Wenn ich den bei mir betätige sieht es ähnlich aus wie bei dir.


    Allerdings geht dann die Treppe, das Einstiegslicht und die Heizung dann trotzdem noch.

    Gruß aus Bremen,
    Heiko,


    Hymer B 774 auf Ducato 244, Bj 2005, 94 KW / 128 PS, 2,8 JTD,

  • Hallo ja 12v Schalter am Panel gibt es, allerdings ging da beim umlegen auch gar nix. Die Treppe hab ich ehrlich gesagt gar nicht probiert allerdings paar Lichter hinten aber da tat sich auch gar nix. die 230 V Steckdosen gingen nach anstecken an Landstrom.

  • Hallo,


    eine defekte Batterie nach 3 Jahren ist ungewöhnlich aber möglich.

    Hört sich aber nach vergessenem Verbraucher an. Sollte die Spannung

    deiner Aufbaubatterie unter 10,5 V sein brauchst du eine neue. Einfach

    mit einem Multimeter nachmessen.


    Gruss Hans

  • Ok danke für die Antwort, werde das mit einen multimeter mal probieren hatte heute leider keines zur Hand. Werde das nächste mal evtl. auch eine neue Batterie mitnehmen um zu probieren ob dann wieder alles geht. Ist halt immer bissel blöd wenn das Womo ca. 15 km von daheim steht. Ach ja Verbraucher vergessen kann ich eigentlich ausschließen da ich ja am Ebl den Schalter umgelegt habe,da sollte ja hinten nix mehr gehen oder?

  • Um die Aufbaubatterie zuverlässig abzutrennen brauchst du einen Batterie Trennschalter (Natoknochen) der kommt in die Masse oder Plusleitung.

    Wenn ich den umlegen ist unser Wohnbereich komplett abgeschaltet.

  • da ich ja am Ebl den Schalter umgelegt habe

    Tach

    Je nach Bauart kann das auch nur der Schalter für das Ladegerät sein.

    Wichtg ist auch, das das Fahrzeug mit gut geladener Batterie abgestellt wird.Dann hält sie (ohne Verbraucher) locker 4-6 Monate besonders wenns schön kalt ist.

    Je länger die Batterie ohne Ladung verbleibt umso größer ist die Schädigung.Batt. umgehend laden !!

    Wenn dein Aufbau bei Motorlau dunkel bleibt ist möglichweise die Leitung Starterbat. zum EBL gestört, Sicherung der Ladeleitung oder auch sicherung der D+ Leitung oder diese selbst.

    Gruß roma

  • Hallo

    Danke dann wird ich erst mal eine gute Batterie testen und hoffen das es nicht an irgendwelchen Kabeln liegt. Werde die nächsten Wochen mal raus fahren und die jetzige Batterie falls es an der liegt mal zuhause laden ohne Ebl. mit einen normalen Ladegerät. Kenne das von manchen Ladegeräten wenn die Batterie zu schwach ist das diese Geräte die Batterie auch nicht mehr laden evtl. reagiert das Ebl. genau so. Danke schonmal für eure Tipps werde berichten an was es lag oder liegt kann aber ein bisschen dauern.

  • Ich hatte auch mal das Problem, dass ich die 12V Versorgung am Panel nicht wieder einschalten konnte.

    Ein Relais im EBL hing und hat den Strom nicht wieder zugeschaltet.


    Aber wie gesagt - Treppe und Heizung müsste dann noch Strom haben.


    Ich weiß nicht, wie dein EBL funktioniert. Manche Ladegeräte brauchen eine bestimmt Spannung auf der Batterie, dass sie überhaupt anfangen zu laden.

    Gruß aus Bremen,
    Heiko,


    Hymer B 774 auf Ducato 244, Bj 2005, 94 KW / 128 PS, 2,8 JTD,

  • Ich weiß nicht, wie dein EBL funktioniert. Manche Ladegeräte brauchen eine bestimmt Spannung auf der Batterie, dass sie überhaupt anfangen zu laden.

    Wenn das das Problem (meist bei unter 10,5 V Leerlaufspannung) ist, einfach mal ein Starthilfekabel von der Starterbatterie zur Standbatterie kurz anklemmen, damit die Standbatteriespannung über 10,5 V geht, dann lädt das EBL auch meist wieder.

    Aber eine defekte und einmal tiefentladene Batterie erholt sich nur in den wenigsten Fällen dauerhaft, lieber eine neue ins Auge fassen.


    Martin

  • hallo zusammen

    War heute seit august 2019 das erste mal wieder in der halle bei meinen Hymer um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Also am Ebl den Schalter auf ein gelegt, Schlüssel ins Zündschloss, vorglühen lassen und gestartet. Auto sprang auch sofort an und lief einwandfrei. Kurze zeit später bin ich hinter um am Panell zu schauen was sich so tut. Leider zeigte es mir bei Batterie 1 nur 14 v an und auf Batterie 2 gar nix. Kein Licht gar nix ging hinten. Also auto ca 30 Minuten laufen lassen und dann von außen den Landstrom angesteckt. Brachte leider auch keinen Erfolg außer das die vordere Batterie geladen wird und die hintere nix anzeigte, auch gingen hinten weder lichter noch irgendwas. Starter Batterie und Aufbau Batterie sind jetzt ca. 3 Jahre alt. Kann es wirklich sein das die Aufbau Batterie schon durch ist.

    Ich fürchte, da lief noch irgendein Verbraucher parallel zum EBL. Würde ich vor dem nächsten Winter prüfen. Radio?

  • hallo zusammen

    War heute seit august 2019 das erste mal wieder in der halle bei meinen Hymer um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Also am Ebl den Schalter auf ein gelegt, Schlüssel ins Zündschloss, vorglühen lassen und gestartet. Auto sprang auch sofort an und lief einwandfrei. Kurze zeit später bin ich hinter um am Panell zu schauen was sich so tut. Leider zeigte es mir bei Batterie 1 nur 14 v an und auf Batterie 2 gar nix. Kein Licht gar nix ging hinten. Also auto ca 30 Minuten laufen lassen und dann von außen den Landstrom angesteckt. Brachte leider auch keinen Erfolg außer das die vordere Batterie geladen wird und die hintere nix anzeigte, auch gingen hinten weder lichter noch irgendwas. Starter Batterie und Aufbau Batterie sind jetzt ca. 3 Jahre alt. Kann es wirklich sein das die Aufbau Batterie schon durch ist.

    Thorti, es besteht die Möglichkeit, dass hier eine Sicherung am EBL defekt ist und deshalb die Aufbaubatterie nicht ladet. Nach 3 Jahren sollten Batterien nicht defekt sein, es sei denn, die haben eine Tiefenentladung erhalten. Mit einem speziellen Ladegerät kannst du aber eine Rekonditionierung durchführen, sollte hier eine Sulfatierung entstanden sein. CTEK Batterie Charger MXS 5.0 oder ähnlich. Bei diesem Vorgang aber bitte Batteriepole abhängen.

  • Mit einem speziellen Ladegerät kannst du aber eine Rekonditionierung durchführen, sollte hier eine Sulfatierung entstanden sein. CTEK Batterie Charger MXS 5.0 oder ähnlich.

    Aber bitte nicht bei AGM - die sind danach kaputt! (eigene Erfahrung ;) )

    Gruß aus Bremen,
    Heiko,


    Hymer B 774 auf Ducato 244, Bj 2005, 94 KW / 128 PS, 2,8 JTD,

  • nur bei Säurebatterien

    Tach

    AGM oder Gel sind auch Säurebatterien! Wobei einige Gel Batterien (besonders DeepCyle Typen) recht duldsam sind,sie halten einige bis mehrere Tage, je nach Restspannung,Temperatur,Alterung durch.

    Naß oder AGM sind je nach Bedingungen schon nach 36h im Batteriehimmel oder im A.....

    Gruß roma

  • Aber die Sulfatierung entsteht ja auch nur bei Säurebatterien.

    Stimmt nicht. Auch Gel- und AGM-Batterien können sulfatieren. Was hingegen nur bei Nassbatterien passieren kann, ist dass die Sulfatkristalle von den Elektroden herunterfallen und unten am Boden der Zelle eine Schlammschicht bilden. Diese Schlammschicht führt, wenn sie hoch genug wächst, schließlich zum Zellenschluss.


    Man sollte daher auch Gel- und AGM-Batterien nicht längere Zeit in teilgeladenem Zustand lassen.


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Danke, das wußte ich wirklich nicht!

    VG Alfons

  • Vielleicht noch ein paar Worte zur Sulfatbildung:


    Bleisulfat (PbSO4) entsteht immer, wenn ein Bleiakku entladen wird. Das ist ein ganz normaler Vorgang, ohne würde der Akku nicht funktionieren. In einem idealen, neuwertigen und voll geladenen Bleiakku besteht die Kathode (Minuspol) aus reinem Blei (Pb), während die ebenfalls aus Blei bestehende Anode (Pluspol) mit einer Schicht aus Bleioxid (PbO2) überzogen ist. Während der Entladung bildet sich an der Kathode aus dem reinen Blei Bleisulfat, dafür werden Sulfationen (SO42-) aus der Säure aufgenommen und es werden Elektronen an die Kathode abgegeben. An der Anode bildet sich ebenfalls Bleisulfat. Da hier aber kein reines Blei vorliegt, sondern Bleioxid, muss der Sauerstoff irgendwohin abgegeben werden. Dafür werden aus der Säure Wasserstoffionen und aus der Anode Elektronen aufgenommen und es bildet sich Wasser.


    Je weiter die Entladung geht, desto mehr Bleisulfat bildet sich, desto mehr Sulfationen werden der Säure entzogen, und desto mehr Wasser wird produziert. Deshalb nimmt die Säurekonzentration und damit die Säuredichte ab, weshalb man durch eine Messung der Säuredichte den Ladezustand des Akkus bestimmen kann.


    Beim Laden laufen die oben genannten chemischen Reaktionen rückwärts ab, die Sulfatschichten auf beiden Elektroden bauen sich wieder ab, an der Anode entsteht wieder Bleioxid, und die Säuredichte steigt wieder.


    Das Ganze könnte theoretisch immer wieder wiederholt werden, wenn das Bleisulfat nicht die Neigung hätte, sich im Laufe der Zeit zu größeren Kristallen zusammenzuschließen. Je tiefer man den Akku entlädt und vor allem je länger man ihn in entladenem Zustand stehen lässt, desto größer werden diese Kristalle. Irgendwann werden einzelne dieser Kristalle so groß, dass sie auch bei einem vollständigen Ladevorgang nicht mehr ganz aufgelöst werden können. Diese Kristalle blockieren dann teilweise die Oberfläche der Elektroden, die Kapazität des Akkus sinkt und der Innenwiderstand steigt. Schlimmstenfalls lösen sich diese Kristalle irgendwann ab und sinken (in einer Nassbatterie) auf den Boden, oder bleiben im Gel bzw. Vlies hängen.


    Ganz vermeiden lässt sich die Sulfatierung auch bei bester Behandlung nicht. Manche Hersteller behaupten, dass man mit Hilfe spezieller Regenerationszyklen bzw. hohen, kurzen Spannungspulsen Sulfatkristalle zumindest teilweise wieder auflösen könnte. Unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen dazu gibt es aber nicht, es ist bislang eine Glaubensfrage. (Die oft zitierte Studie dazu von der TU Wien stammt von der gleichen Person, die auch das erste Pulsladungsverfahren zum Patent angemeldet hat, sie ist also nicht unabhängig.) Klar ist auf jeden Fall: Sulfatkristalle, die sich erst einmal von den Elektroden abgelöst haben, sind für eine Regenerierung auf jeden Fall verloren.


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Hallo Gerhard,

    wie so oft von Dir, ist auch diese Erklärung von großem Wissen und fundierter Recherche geprägt.

    Danke dafür.

    LG

    mit freundlichem Gruß, der Rolf aus dem Rheinland


    Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist. Jean Paul (1763-1825)

  • hallo zusammen

    War heute seit august 2019 das erste mal wieder in der halle bei meinen Hymer um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Also am Ebl den Schalter auf ein gelegt, Schlüssel ins Zündschloss, vorglühen lassen und gestartet. Auto sprang auch sofort an und lief einwandfrei. Kurze zeit später bin ich hinter um am Panell zu schauen was sich so tut. Leider zeigte es mir bei Batterie 1 nur 14 v an und auf Batterie 2 gar nix. Kein Licht gar nix ging hinten. Also auto ca 30 Minuten laufen lassen und dann von außen den Landstrom angesteckt. Brachte leider auch keinen Erfolg außer das die vordere Batterie geladen wird und die hintere nix anzeigte, auch gingen hinten weder lichter noch irgendwas. Starter Batterie und Aufbau Batterie sind jetzt ca. 3 Jahre alt. Kann es wirklich sein das die Aufbau Batterie schon durch ist.

    Hallo Thorti,

    ich machs wenger wissenschaftlich und versuche Dir eine Weg zur Fehlersuche + Ursachenbeseitigung aufzuzeigen.

    Ich unterstelle - im letzten August ging alles noch und Du hast keine Kabel etc verändert, nur am EBL ausgeschaltet .... und jetzt auch wieder am EBL richtig eingeschaltet.

    Unwahrscheinlich ist auch, dass das EBL im Winterschlaf von selber kaputt geht.

    Unwahrscheinlich wohl auch, dass Du das EBL mit Deinem Landstrom (Überspannung oder dergleichen) kaputt gemacht hast.

    Wenn, wie DU schilderst, die Aufbaubatterie am Panel keine Voltage anzeigt und im Aubau, trotz Landstrom aufs EBL, kein Strom ist, dann ist die Batterie unter die Mindestvoltage gegangen und der Aufbau ist + bleibt weggeschaltet.

    Messe daher mal direkt an den Aufbaubatteriepolen mit einem simplen 10€ - Voltmeter -> irgendeine Spannung / Voltage muss die Batterie ja noch haben, auch wenn Dein Panel keine Voltage anzeigt .

    Wenn dem so ist und diese Spannung unter der Abschaltspannung (Tiefentladeschutz)von vermutlich 10,5 V liegt, dann lade die Aufbaubatterien abtrennt vom Aufbau + EBL mal mit einem separaten Ladegerät oder mache die hier schon vorgeschlagene Überbrückung mit einem Starthilfekabel von der Starterbatterie, diese ist ja voll genug.

    Vermutlich ist die Tiefentladeschutzabschaltung (im EBL?) noch aktiv und brauch mal eine höhere Spannung um zurückzuschalten.

    Es ist unwahrscheinlich, dass die Aufbaubatterie nach 3 Jahren völlig tot ist - es sei denn geplatzt wegen Wahnsinns-Frost + leer ausgelaufen - checke das.

    Checke auch mal ob die Aufbaubatterie wartungsfrei (geschlossene Zellen) ist .... wenn nicht musst Du gfls destilliertes Wasser nachfüllen.

    Ist der Säurestand in den Zellen zu niedrig oder die Batterie sogar geplatzt / ausgelaufen, dann kann bzw. konnte die Batterie via EBL vom Landstrom auch nicht geladen werden und Dein Aufbau bleibt stromlos.

    Toi toi toi bei der Suche und der Defektbehebung.

    Gruss ausm Rheinland:wink

    Dieter K

    "Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann - das Gegenteil ist schwieriger"
    (Kurt Tucholsky)