Spannungsabfall durchzusätzliche Leitungen verbessern?

  • Hallo zusammen, Frage an die Elektro-Freaks...

    Nachdem ich schon einiges durch zusätzliche und erneuerte Massepunkte im Aufbau verbessern konnte einmal eine Frage zum Verständnis.

    Kann durch zusätzliches (paralleles) verlegen von zusätzlichen Leitungen ein Spannungsabfall vermindert werden? (z. B. bei sehr langen alten Leitungen die einmal um das alte Mobil rumgehen) Will nicht unbedingt mühsam das alte Geraffel rausziehen, sondern zusätzlich "Querschnitt" herstellen.

    Oder auch bei der Verbindung von 2 getrennt eingebauten Aufbaubatterien eine zusätzliche (abgesicherte) Leitung verlegen, da ich die bisherige Verbindung als zu gering im Durchmesser vermute. Ist ja alles schon älter...:/

  • Das ist eigendlich nie verkehrt. Macht aber nur Sinn bei wirklich großen Verbraucher, wie z.B. den Kühlschrank, Ladegeräten und eben den Batterien.

    Bei Lampen, vor allem wenn man auf LED umgerüstet hat, ist es z.B. nicht nötig.

    Gruß Egon

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  • Hallo,

    wenn du sowieso ein neues Kabel legen kannst und willst, würde ich direkt ein Kabel mit dem richtigen Querschnitt legen. Das wäre schon die vernünftigere Lösung - zumal du schreibst eine sehr alte lange Leitung. Da kann auch ganz gerne mal die Isolierung spröde sein. Auch kann es sein, dass du irgendwann bei vielen parallelen Leitungen den Überblick verlierst und eine abgeklemmte Leitung evtl. aus der anderen Richtung Spannung bekommt. Auch musst du daran denken, jeden Kabel dann einzeln abzusichern. Aber grundsätzlich, um ein deine Frage zurück zu kommen, würdest du mit einem parallelen Kabel den den Widerstand verringern und somit auch die Verluste, also auf jeden Fall eine Verbesserung erreichen.


    Gruß Peter Pan

  • Ich habe eine Zweite Ladeleitung von der Fahrzeugbatterie zur Aufbaubatterie.

    Die Originale Ladeleitung hat nur 6 mm2 und das Trennrelais ist ganz schwach.

    Die zusätzliche Leitung hat 10 mm2 und ein ordentliches Trennrelais.

    Seither wird die Aufbaubatterie viel schneller beim Fahren geladen.


    Gruß Martin

  • Die alten Leitungen würde ich zumindest stromlos machen.

    Wenn du verschiedene Leitungen parallel hast, erhöht das nur die Fehleranfälligkeit & eine spätere Fehlersuche gestaltet sich nur unnötig kompliziert.


    Gruß,


    Sebastian

  • Tach

    Noch einmal gesagt ,was soll das bringen ?Oder welche Vorteile erwartest du?

    Wenn etwas nicht funktioniert muß man aktiv werden ,aber nur so,warum?Selbst den spannungsabfall auf Ladeleitungen sehe ich selten kritisch 0,25 V sind klasse, aber selbst 0,5 V reichen bei den üblichen Bleibat. mit nicht zu großer Kapazität unter 400Ah.Mit zunehmender Ladung werden die Verluste ja geringer,das geht dann schon.Zumal ja um "richtig voll" die Ladeschlußspannung einige Stunden (bis zu 10h ) gehalten werden soll,schafft man ehe nicht.

    Aber mal nachgefragt,du hast Massepunkte im Aufbau? So etwas habe ich noch nicht gesehen,in allen bisherigen Fahrzeugen waren die Leitungen 2Adrig ab Verteilung verlegt.

    Unterverteilungen habe ich schon selbst gemacht auch im Bootsbau gesehen,aber in einem WoMo ?

    Was ist das für ein Hersteller ?

    roma

  • Ja es gibt Massepunkte. Dort sind meist mehrere Masseleitungen durch den Boden nach Außen geleitet und dort am Rahmen angebracht. Da konnte ich und musste auch schon einiges frisch machen oder erneuern.

    Ist ein 91 er LMC

    Ich bemerke auf der Linken Seite (Die Kabel gehen vom Bedienteil rechts einmal ums ganze Mobil rum) schon einen Abfall von locker 1 V oder mehr bei Belastung. Gefällt mir nicht so :-)
    Aber da es mehrere Stränge sind die unterschiedliche Punkte versorgen wollte ich ggf. wenigstens der längsten Leitung eine "Unterstützung" geben. Aber rauszufinden woher die im einzelnen geht (Möbel etc) und wo wohlmöglich Verbindungspunkte sind erscheint mir zumindest im Moment zu aufwändig. Vielleicht bei der in den nächsten Jahren anstehenden Innen-Restauration, da würde ich die komplette Verkabelung auffrischen.

  • Neue Leitungen bedeuten immer zusätzliche Fehlerquellen und nicht unbedingt eine Verbesserung bei deinem Problem. Wenn etwas nicht funktioniert, dann reparieren bzw. anpassen, aber nicht durch Umwege neue Fehler einbauen.
    Das kann sonst echt nervig werden, vor allem wenn man neue Verbindungen zur Masse legt, wenn man Fehler hat. Da wird’s immer noch schlimmer und unübersichtlicher.
    So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Das passt auch hier. Natürlich bei neuen Kabeln den Querschnitt etwas größer wählen ist durchaus kein Fehler.

  • Hallo Joe, du hast ja nun schon alle Antworten.

    Spannungsabfall über einer dünnen Leitung kann man durch eine zweite paralle verringern, ABER.

    Eine zweite Leitung kann neue Fehler verursachen (in der Zukunft) und es ist bei der Fehlersuche eher unerwartet wenn man eine Leitung trennt immer noch Strom fließt.

    Also wenn der Spannungsabfall zu groß ist alte Leitung raus und neue rein.

    Entweder dickere auf dem selben Weg oder ggf reicht ne dünnere auf einer Abkürzung. Ob es kritisch ist, wenn nun 500mV mehr oder weniger am Ende einer langen Leitung ankommen kann man nicht pauschal beantworten. Ein Lämpchen wird wohl eher nur unmerklich dunkler, eine empfindliche elektronische Schaltung könnte schon mal bei niedriger Batteriespannung nicht richtig funktionieren, wenn da noch mal 500mV fehlen

    Gruß Markus

  • Ich seh das alles etwas pragmatischer. Warum sollte man sich durch die Entlastung der vorhandenen Verkabelung neue Fehlerquellen einbauen? Muss natürlich ordendlich gemacht werden.

    Was ich auch nicht nachvollziehen kann, ist die Installation neuer Sicherungen. Wenn das alte Kabel mit z. B. 10A abgesichert ist und das neue Kabel mindestens genauso dick ist, warum sollte das dann eine eigene Sicherung brauchen? (die Verringerung des Spannungsabfalls über die Sicherung lasse ich hier mal unberücksichtigt)

    Gruß Egon

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  • Na ich werde, wenn es dazu kommt, die zusätzliche(n) Leitung(en) natürlich hinter dem Panel und damit auch hinter den vorhandenen Sicherungen anschließen. Absicherung bleibt weiterhin bestehen.

    Ihr glaubt gar nicht was ich in dem Fahrzeug schon alles gefunden habe und nach bestem Wissen zurück bauen konnte.
    Beispielsweise ist dort vor vielen Jahren statt einem Absorber ein Kompressor- Kühler eingebaut worden. Die Zuleitung war eine einfache 1,5²! Da war oft Abschaltung wegen Unterspannung.
    Oder ich fand im Bereich des Kühlschranks eine Lautsprecherleitung. An der war (wohl weil die Originalleitung nach einer Reparatur unter dem Boiler lag und nicht gefunden wurde) der Boiler angeschlossen.

    Ich hatte mal irgendwo ein Bild der Strippen, welche ich vor 3 Jahren rausgebaut hatte. War ein ordentlicher Haufen.
    Und ich vermute (habe es noch nicht genau überprüft) das in den vielen verbauten Installationsdosen sicherlich auch einiges um geklemmt wurde.


    Da ich die Möbel und damit auch alle Verteiler erst später einmal rausreiße, wollte ich nur einmal bei Euch nachhören bezüglich der "Querschnittserweiterung" durch zusätzliche Leitungen.

    Werde mal versuchen nachzumessen. Zur Zeit bin ich an dem eingebauten Steuergerät bzw. Ladegerät. Das hört schon bei 13,7 V auf zu laden. Das wird nun korrigiert. Beim Ausbau des alten Cramer sind mir wieder viele Kabel aufgefallen, die ich erst einmal identifizieren will. Dann sehe ich weiter.

  • Was ich auch nicht nachvollziehen kann, ist die Installation neuer Sicherungen. Wenn das alte Kabel mit z. B. 10A abgesichert ist und das neue Kabel mindestens genauso dick ist, warum sollte das dann eine eigene Sicherung brauchen?

    Moin,


    wenn der Spannungsabfall kritisch ist, wird auch die Absicherung grenzwertig sein. Wenn du das Kabel Verstärkst, wird der Verbraucher mehr Leistung bekommen. Was wiederum dazu führen könnte, dass die Sicherung auslöst (durchbrennt). Die Sicherung muss aber nach wie vor für die schwächste Einzelleitung ausgelegt sein. Das bedeutet, du hast vielleicht hinterher ein Leitersystem was 50A tragen kann, darfst es aber nur mit 5A absichern. Und eine entsprechend kleine Sicherung hat selber einen relativ hohen Spannungsabfall.


    Wenn das ganze System unkritisch ist, brauchst du auch keine parallel Leitung.


    Gruß


    Nils

  • Welcher normale Verbraucher sollte durch neue Kabel jetzt plötzlich soviel Strom ziehen, das die dafür berechnete Sicherung jetzt nicht mehr reicht.


    Was allerdings die Batteriekabel angeht, da geb ich dir recht. Viele Ausbauer setzen diese bewußt zur Strombegrenzung ein. Hier könnte eine getrennte Absicherung Sinn machen, oder besser, das alte Kabel rausschmeißen.

    Gruß Egon

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  • Man kann hier noch viel spekulieren, aber bei mehr Infos könnte man auch was handfestes beisteuern.

    Ich gehe mal davon aus, dass niemand ein Leitung die mit 50A abgesichert ist an eine Leitung mit weniger Leistung anschließt.

    Es macht auch keinen Sinn z.B. eine mit 5A abgesicherte Leitung mit einer parallelen mit 15A abgesicherten zu verstärken. Die 5A Sicherung wird wahrscheinlich vor erreichen vom 20A auslösen.

    Was aber sehr wohl vorkommen kann ist, dass man an irgend einer Stelle wo bisher ein paar A gereicht hatten durch Umbau nun mehr nötig sind. Mehr Stom heißt mehr Spannungsabfall auf der Leitung und wenn auch die bisherige Sicherung noch ausreicht kann je nach Gerät die resultierende Spannung zu klein sein (oder man meint sie wäre zu klein).

    Die Frage vom Themenstarter war doch, ob er eine Leitung parallel legen kann. Ein klares "Jein" ist die Antwort. Man kann, sollte es aber nicht.

    Gruß Markus

  • Mal generell, Sicherungen werden nicht nach dem Verbraucher dimensioniert, sonder nach dem Leitungsquerschnitt. Die Sicherungen heißen nicht umsonst Leitungsschutzschalter (LS), eben weil sie nur die Leitung schützen sollen.

    Grüße aus Kiel

    Ralf


    Ja, ich führe Selbstgespräche, manchmal brauche auch ich kompetente Beratung.