Medizinische Wärmeplatte an Bord / Alternative

  • Wir müssen seit kurzem eine medizinische Wärmeplatte,die ein Flüssigkeitsbeutel von ca. 2 Liter auf Körpertemperatur bringt, auf unseren Fahrten mitnehmen.

    Mittels eines Wechselrichters ( Reiner Sinus,600 Watt ) können wir die seitens Krankenkasse gestellte Wärmeplatte ( 300 Watt ) auch nutzen.

    Aber ich suche nach einer Alternative .... und bin ....mehr oder weniger....elektrischer Laie.


    Was mir vorschwebt :


    Heizfolie ( z.B Heizfolie ) und ein Spannungskonstandhalter

    Haut diese Konfiguration hin ?

    Wie gesagt : Elektrik ist nicht so meins und vllt. kann die geneigte Leserschaft mal über die Daten schauen.

    Das Bordnetz stellt ja bis zu 14,4 Volt ( Lima ) und Solar ( bis 14,8 Volt ) bereit.

    Die Folie benötigt aber gem. Datenblatt 12 Volt.

    Was mich bei anderen Angeboten wundert .... dort heißt es sinngemäß .... „Die Eingangsspannung muss mindestens 3 Volt größer sein,als die benötigte Ausgangsspannung“


    Vielleicht gibts ja auch ganz andere Ideen / Vorschläge zur Ausgangsfrage :

    Wie erwärme ich ein Flüssigkeitsbeutel von ca. 2 Litern auf Körpertemperatur ?

    Bei Gastronomieplatten oder Warmhalteboxen habe ich leider nichts geeignetes gefunden .

  • Hallo Marcus,


    die Folie verträgt die Bordspannung. Ich habe solche Folien zur Abwassertank-Erwärmung im Winter eingesetzt. Allerdings brauchst Du noch einen Regler, da die Folie einfach nur "unkontrolliert" warm macht. Am einfachsten so was hier: https://www.amazon.de/dp/B00NB…_em_r_mt_dp_vWCFFb6FWZHJD (nur als Beispiel!!!)


    Du mußt den Temperatursensor an die Folie (z.B. zwischen Folie und Beutel) machen, damit sich die gewünschte Temperatur einstellt. Ob das für den konkreten Fall ausreicht (Genauigkeit,...), das kann ich Dir aber nicht sagen. Das also nur als Denkanstoß verstehen!


    Gruß, Christian

  • Bei dem Conrad-Link heißt es dazu auch : ... Kunden kauften zusätzlich einen Temperaturregler...

    Was mich dann ja weiter irritiert : Im Datenblatt zur Folie heißt es : max. Oberflächentemperatur 35 Grad .... warum dann einen Regler ??
    Auch unsicher,ob die Folie,die 35 Grad Oberflächentemperatur hat,2 Liter Flüssigkeit erwärmen kann ...

  • Auch unsicher,ob die Folie,die 35 Grad Oberflächentemperatur hat,2 Liter Flüssigkeit erwärmen kann ...

    Können schon. Die Frage ist, wie lange es dauert ...


    Wie lange braucht denn die jetzige Wärmeplatte, um so einen Beutel zu erwärmen? Da die Wärmeplatte mit 300 Watt heizt, kannst Du davon ausgehen, dass eine 15-Watt Wärmefolie etwa 20mal (in Worten: zwanzig Mal) so lange brauchen wird.


    Auch zu beachten sind evtl. die medizinischen Anforderungen: Wie genau muss die Endtemperatur eingehalten werden? Und wie gleichmäßig muss der Beutel erwärmt werden, also schadet es etwas, falls evtl. einzelne Stellen stärker erwärmt werden als andere?


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Moin,


    erst einmal zum Regler, Wenn du Laie bist, würde ich einen etwas übersichtlicheren in der Programmierung nehmen. Z.B. so einen


    Den Spannungskonstanthalter brauchst du nicht, Der Regler regelt auf die Temperatur.


    max. Oberflächentemperatur 35 Grad .... warum dann einen Regler ??

    Das Datenblatt ist nicht sehr aussagekräftig. Aber vermutlich ist damit gemeint, dass die Folie max. auf 35°C über Umgebungstemperatur heizt. Bei 20°C im Innenraum wären dass dann aber 55°C absolut.


    Ob die Regelung genau genug ist, kann hier niemand beantworten, weil die genaue Anwendung nicht klar ist. Grundsätzlich wird hier kein Gerät die Anforderungen an Medizintechnik erfüllen!


    Gruß


    Nils

  • Erstmal Danke für Euer Interesse ...


    Die 300 Watt Heizplatte benötigt ca. 1 Stunde...die Flüssigkeit sollte auch schön gleichmäßig erwärmt werden... weiterhin muss die Temperatur nicht sooo genau sein...

    Wenn man den bereits erwärmten Beutel von der Platte nimmt,ist dieser halt .... tja... handwarm.

    Will sagen,man bekommt dann schon ein Gefühl dafür,ob die Temperatur passt.


    Der Beutel hat in der Grundfläche ca. 30 cm x 25 cm.


    und das Ganze muss zur Zeit 3xtäglich,z.Zt alle 3 Stunden,praktiziert werden.


    zum Hintergrund : https://www.dialyse-zuhause.de…urlaub/peter-birkenmaier/

  • und das Ganze muss zur Zeit 3xtäglich,z.Zt alle 3 Stunden,praktiziert werden.

    OK, demnach kannst Du alle Lösungen, die deutlich weniger als 300 Watt haben, vergessen. Schon mit 100 Watt müsstest Du sofort, wenn ein Beutel aufgeheizt ist, den nächsten drauflegen. Die Heizung müsste also kontinuierlich durchlaufen.


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Zur Wärmeverteilung würde ich eine Aluplatte nehmen. Darunter die Heizfolie und direkt verschraubt damit den Temperaturfühler. Um Verluste zu vermeiden kannst du diesen Aufbau z.B. in eine Stück XPS Schaum einbetten, also unterfüttern. Anbei eine kleine Skizze, hoffe es ist erkenntlich.


    Ob das funktioniert und ausreichend genau ist, kann ich dir natürlich nicht sagen. Du solltest so etwas zu Hause ausreichend testen und mit einem externen Thermometer nachprüfen.


    Gruß


    Nils

  • Der von Dir genannte Regler ist just der,von dem es heißt : Kunden kauften zur Heizfolie ...

    Der Regler ist für meine Belange gut geeignet, es gibt sicher diverse, die genau so gut oder besser sind. Was für dich nun optimal ist, kann ich so nicht beurteilen. Dazu müsste man die ausprobieren;)


    Da du eine kleine Fläche hast, brauchst du in jedem Fall eine Folie mit möglichst hoher Heizleistung

  • Super....ich bin begeistert !!!

    Die originale Wärmeplatte soll um die 400 € kosten ....wenn man sowas überhaupt bekommt.


    D a n k e


    Edit: Ach ja.... der Verbrauch....doch so viel ?? Das hab ich dann definitiv unterschätzt und bei meiner laienhaften Berechnung einen Zahlendreher produziert...

    Also kann es bei 2 x 100 Ah Aufbaubatterien ( dazu 2xSolarpanels zu je 100 W) schon eng

    werden ... also dann doch nur Plätze mit Stromanschluss aufsuchen.

  • Hallo,

    da ich ja auch eine elektrische Niete bin,

    kann man eine thermoelektrische Kühlbox, die ja auch heizen kann, gut isoliert ist, irgendwie auf die gewünschte Temperatur einstellen!

    gruß

    Ich weiß ja nicht, ob deine Kühlbox die gewünschte Temperatur in der entsprechende Zeit erreicht, aber Grundsätzlich kannst du benannten Regler relativ einfach dazwischen setzen und den Sensor in die Box führen und dann würde das auch funktionieren.

  • Ach ja.... der Verbrauch....doch so viel ??

    Ich habe mir die Sache jetzt nochmal durchgerechnet. Eines ist mir dabei klar geworden: Die Original-Wärmeplatte kann unmöglich eine Stunde lang mit 300 Watt durchheizen! Wäre dem so, so würde der Beutel anschließend kochen. Es muss also irgendeine Art von Temperaturregelung in die Platte eingebaut sein, womit sich der Gesamt-Energieverbrauch für das Aufwärmen eines Beutels erheblich reduziert.


    Ich nehme mal an, dass die Beutel bis zur Verwendung gekühlt gelagert werden müssen. Um aber 2 Liter wässrige Lösung von Kühlschrank- auf Körpertemperatur, also von etwa 7 auf etwa 37 °C zu erwärmen, sind etwa 70 Wattstunden nötig. Nehmen wir großzügig 30% Abstrahlverluste an, dann sind wir etwa bei 90 Wattstunden elektrischer Energie. An 12 Volt entsprechen das ungefähr 8 Ah, die der Batterie entnommen werden müssten. Nehmen wir weiterhin an, der Wechselrichter habe einen Wirkungsgrad von 80% - gute Geräte schaffen heutzutage 90% und mehr! - dann kommen wir auf knapp 10 Ah. Die Batteriebelastung sollte also kein wirkliches Problem sein.


    Andererseits bedeutet das aber auch, dass ich meine bisherigen Aussagen korrigieren muss: Man kann also ohne Probleme auch mit einer deutlich geringeren Heizleistung als 300 Watt arbeiten.


    Aaaber: Die von Sereetzer in Beitrag 7 vorgeschlagene Folie bringt bei einer Fläche von 30x25 cm² auch nicht mehr Leistung als die Conrad-Folie, also etwa 15 Watt. Damit müsste man immer noch rund 4 Stunden heizen, um den Beutel auf Körpertemperatur zu bringen.


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Moin Gerhard ...und natürlich alle anderen,die sich bisher an meinem Problem beteiligt haben .

    Aus irgend einem Grund bin ich fälschlicherweise von 300 Watt ausgegangen.

    Ich weiß jetzt nicht wirklich,warum sich der falsche Wert bei mir eingeschlichen hat.


    Entschuldigung für die unnötige Verwirrung


    Im Anhang die korrekten Werte vom Typenschild .
    Also kann man von einem max. Strom von 1,25 A ausgehen ..?

    Aber wie spielt die Angabe 350 VA damit rein?
    Ich weiß schon ,warum ich bei elektr. Installationen im Haus einen Fachmann kommen lasse...

    Sorry noch einmal für die falsche Angabe....ich werde alt....