Anzugswert Stahlfelgen 14 Zoll

  • Bitte.

    Nur der Vollständigkeit halber: Anzugsmoment trocken

    Aber du weißt das ja.


    Gibt aber immer wieder welche, die da mit Montagepaste oder Fett arbeiten. Macht die Bolzen kaputt und kriegt man auch schwerer auf.

  • Hab tatsächlich ein bisschen Kupferpaste drauf, da ich die Räder nur mit Rohrverlängerung mit Radkreuz losbekommen habe.


    Da ich keine passende Nuss für die Bolzen habe, sind die im Moment nur handfest. Dann mache die das Gewinde wieder frei von Gleithilfen.


    Danke für die Randinfo, das wußte ich nicht. Habe es bis jetzt auch nicht gemacht.


    VG Jerome

    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten...

  • Montagepaste, Fett usw. erhöht das Anzugsmoment und verändert das Gefüge der Schraube und der Gewinde. Dadurch können die Schäden nehmen.

    Wenn das Anzugsmoment höher ist und sich der Reibwert der Paste o.ä. „verschlechtert“ (Temperatur, Wasser, Salz, usw.), dann gehen die möglicherweise schwerer auf.

    Bei Kupferpaste auch das galvanische Element nicht vergessen.

    Nur zur Erklärung.


    Das kann natürlich auch alles gut gehen, aber machen tut mans eigentlich nicht. Lieber schauen, dass die Gewinde schön sauber und rostfrei sind. Gewinde an der Nabe kann man mal mit einer runden Drahtbürste oder einem Gewinde Vor- oder Mittelschneider (nicht Fertigschneider!) vorsichtig säubern.

    Da ich beim Womo die Räder selten wechseln muss, dreh ich die Bolzen einmal im Jahr raus und mach die sauber. So gehen die nicht fest.

  • Mag ja sein, daß man das nicht macht, Cu-Paste, Fett, etc.

    Hatte ich früher auch nie gemacht.

    Nur habe ich jedesmal am Duc Theater beim Schrauben lösen, jedesmal bombenfest, v.a. an der Vorderachse, HA war ok.

    Auch nach Einsatz der Drahtbürste, Schrauben ohne Felge x mal rein und raus, jedesmal war nach einem halben Jahr die gleiche K. am dampfen, Radschrauben nur mit ordentlicher Verlängerung lösbar.

    Deshalb hatte ich es jetzt mal mit CU-Paste versucht...

  • Soweit ich weiss sinds 160 nm , und ich hab da tatsächlich einen hauch Kupferpasta drauf ,besser als die staubtrocken oder halbrostig reinzuschrauben , seit ich ein meter Rohr als verlängerung gebraucht hab um die loszureissen , hab mir auch angewöhnt nach ein paar hundert km die nochmals zu kontrollieren nach der montage ,

    Nicht den konus fetten !!!!!

    Schlüsselweite ist 22 mm wenn ich mich nicht irre

  • Puh. Jetzt verunsicherst mich gerade. Bin/war mir mit den 180Nm sicher bzw. zieh die auch damit an. Hab im Moment leider meine Unterlagen nicht zur Hand.

    Na ja. Kontrollieren sollte man die immer. Es geht ja auch nicht darum, dass sich die lösen oder lockern, sondern dass man die dadurch zu fest anzieht. Also mehr Kraft auf die Gewinde und auf die Längsrichtung der Schraube bringt. Das Drehmoment hier ist für trockene Bolzen.


    Andrerseits ists hier wohl egal ob 160 oder 180 oder 190Nm, Hauptsache gleichmäßig...hmm. Moment. Dann müsste man ja überall die exakt gleiche Menge Schmiermittel auf die gleiche Anzahl von Gewindegängen auftragen und...das kann man unendlich weiterspinnen.:)


    Egal, der eine macht’s so, der andere so. Hauptsache es funktioniert. So feinfühlig sind unsere Ducatos zum Glück ja nicht.:wink

    Mir fällt auch gerade ein, dass ich an meinem Chrysler die Radbolzen auch entrostet und mit nem leicht öligen Lappen abgewischt einsetzt musste, sonst waren die auch fest.

  • Es sind 180NM, hatte ich parallel schon rausgefunden.


    Da ich ja nicht der einzige mit’m Hauch Kupferpaste bin, belasse ich das jetzt. Ich hab sie nur genommen, da ja trmperaturbeständig. Ich ziehe dann mit 175 NM an.


    Galvanischen Strom kann man sicher außer acht lassen, denn eine Fachwerkstatt hat Kupferpaste auch zwischen Felge und Bremsscheibe bei meinem Vivaro aufgetragen, damit die Felge sich nicht wieder so festsetzt. Die habe ich nicht runterbekommen.


    Danke für Euren Einsatz bei meiner Frage.

    VG Jerome

    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten...

  • Ich tu auch immer ein Batzerl Fett vorne aufs Gewinde.

    Man vergisst- das Drehmoment wird zum Großteil durch den Konus (oder wie bei Daimler oft Kugelbund) hergestellt, weniger über das Gewinde.

    Die Sicherung der Schraube erfolgt praktisch rein über den Bund, welcher natürlich niemals zu ölen/fetten ist!

    Die paar Nm die durch das schmieren zustande kommen, gehen wohl in der Messungenauigkeit der meisten Baumarkt DreMos unter....


    Klar liegen da die Nerven blank und die erhobenen Zeigefinger wuchern wie Unkraut - dazu das Reizwort Kupferpaste.....es wird tagtäglich in den Werkstätten millionenfach gemacht, und kein Rad geht verloren. Aber der Hobbyfachman, der weiß es natürlich besser :-) OK, soll er sich über feste Schrauben ärgern.

    Irgend welche links posten ist sinnfrei, weil es zu beiden Meinungen 1000de gibt, auffällig dabei sind die Mehrzahl der Öler langjährige Techniker :-)

  • Du hast schon persönlich in einer Reifenbude beobachtet, das Dort die Radbolzen gefettet, geschmiert oder wie auch immer wurden?


    Viele Grüße

    Frank

  • Man vergisst- das Drehmoment wird zum Großteil durch den Konus (oder wie bei Daimler oft Kugelbund) hergestellt, weniger über das Gewinde.

    Ähm. Das musst mir jetzt erklären. Dass die Felge durch den Konus an die Nabe gepresst wird ist mir schon klar. Aber woher kommt die Kraft? Doch durch den Bolzen, den man ins Gewinde dreht, oder? Und wenn da der Reibwert geringer ist, dann kann ich den mit dem gleichen Anzugsmoment „fester“ anziehen. Bedeutet die Kraft, die auf den Bolzen (und natürlich auch den Konus) wirkt wird größer als vorgesehen.

    Ob das hie so die Große Rolle spielt glaub ich eher nicht. Allerdings verfälscht ein gefettetes Gewinde das Drehmoment.

    Deine Aussage mit dem Konus stimmt so nicht.

  • Und zu deinen anderen Aussagen sag ich besser nichts...

    Keiner hat was zur Sicherung der Schrauben und zum fetten des Konus gesagt.

    Auch hat keiner Links gepostet, keiner sich über irgendwas aufgeregt und keiner den Finger wegen irgendwas gehoben.


    Was ich da wieder losgetreten habe...wollte nur der Vollständigkeit wegen darauf hinweisen, dass dieses Anzugsmoment für trockene Schrauben gilt.

    Sorry.

  • Moin,


    ich persönlich bin kein Gegner davon, etwas an die Rad-Schraube, - Mutter, - Bolzen, anzugeben, was die ursprüngliche Gängigkeit dessen herstellt.

    Leider sind lange im Einsatz befindliche Befestigungselemente nicht mehr ganz so gut in Form, als wenn sie neu wären.

    fast wichtiger ist allerdings, zu gewährleisten, das sich am Ende des / der Eindrehtiefe nicht ein Korrosionsrand gebildet hat, welcher einen "Anschlag" darstellt, somit das Anzugsmoment verpuffen lässt.

    Darum, Leichtgängigkeit auch über die Einschraubtiefe hinaus herstellen, wie auch immer, dann mit herstellerspezifischem Drehmoment anziehen und nach etwas Fahrweg diesen Wert nochmals kontrollieren.

    Jeder der so vorgeht, wird mMn. selten ein Rad verlieren.


    Leuts, bleibt geschmeidig bitte, packt die Pistolen wieder ein :wink


    Gruss Emil