Ducato L1H1 als Familienauto (Camper)

  • Hallo zusammen,

    nachdem ich meinen T4 vor vielen Jahren leider verkaufen musste, sten wir nun vor der Entscheidung welchen Bus wir für unsere mittlerweile 4 köpfige Familie kaufen sollen.


    Nach intensiver Recherche bin ich nun beim Ducato L1H1 9-Sitzer hängengeblieben. Die Idee wäre eine Sitzbank rauszunehmen und ihn etwas umzubauen, dass er lit eonen zusätzlichen Dachzelt begrenz campingtauglich wäre.

    Nun wollte ich mal fragen, ob jemand bereits Erfahrungen mit der Alltags- und Familiemtauglichkeit des Ducatos gemacht hat.


    Zudem würde ich gerne die Möflichkeit für ein Dachzelt sowie eine Markiese haben. Komischweise scheinen viele Möglichkeiten nur für den H2 konzipiert zu sein. Wie zB das Fiamma Rood Rail. Kann mir jemand sagen wieso das so ist? besitzt dieser andere Schraubpunkte?


    Besten Dank und Grüsse

    Mathias

  • Idee wäre mittelfeistig ein Dachzelt draufzusetzen, so dass man insgesamt vier bequeme Schlafplätze hätte. Wobei ganz klar die geräumige Alltagstauglichkeit im Vordergrund stehen sollte. Campen wäre 1-2 mal im Jahr und dann ggf. auch mit Vorzelt machbar.

  • Hallo Matthias


    ich baue auch eben einen L1H1 zum Womo für 2 Personen aus.

    Der Innenraum ist nicht viel grösser als der T6, den wir leihweise hatten, nur etwas höher. 2 Betten für Erwachsene ist ok, wird dennoch eng sein (wie Katze-Bruno auch geschrieben hat). Irgendwann wirst Du ein Hochdach mit Betten brauchen oder eben ein Dachzelt für die Kinder. Beachte, dass auch der L1H1 2.25m hoch ist, die Kinder müssen dann irgendwie da rauf und auch wieder runter.


    Ich würde den kleinen Ducato (L1H1) ehrlich gesagt nicht für 4 Personen bauen. Der T5 resp T6 mit dem Hochdach wird Dir mehr Freude bereiten, auch im Alltag. Er ist bei gleicher Länge fast 10cm schmaler und 25cm tiefer als der Ducato. Ist aber meine Meinung. (Sorry, dass ich das im Ducato-Forum so schreibe)


    Liebe Grüsse und allzeit viel Spass

    Robert

  • Hallo Robert, Danke für die Antwort. Ich kann die Argumente gut nachvollziehen. Allerdings wäre ein einigermassen neuer T6 mit Hubdach deutlich teurer und zum anderen ist es leider so, dass VW in den letzten 10 Jahren nicht all zu sehr mit Qualität brilliert hat. Wenn mir jmd nen neuen T4 mit Aufstelldach hinstellen würde, wäre das ne Option 😉

    Wenn ich mir anschaue wieviel Technik und Elektronik in den neuen VWs (und auch Mercedes) drin ist, hab ich das Gefühl, dass da stöndig was hin geht.

    Ziel wäre einfach ein sehr solides alltagstaugliches Auto, in dem man auch mal wegfahren und "picknicken" kann. Ab und an mal mit Dach- oder Vorzelt campen. Da bin ich eben beim Ducato hängengeblieben. Über andere Busse in dem Prwissegment liest man eibfach sehr viel schlechtes.

  • moin . kasten wagen mit 4 pers ist schon ne harte nummer .

    ich persönlich würde mir das nicht antun .

    und zu extrabreite naja , nur für kleinere menschen gedacht mit querschlafen .

    für normalgewachsene 198cm nicht möglich

    ist nur meine meinung

    grussmichi

    moin

    ich habe zum glück nur alte sachen .

    alte audis

    alte motorräder

    altes wohnmobil

    alte frau .

    aber das läuft ganz gut ,und immer

    gruss

  • Aber ist "harte Nummer" auf Campingferien zu viert bezogen? Das ist mir natürlich schon klar.

    Die Referwnz wäre wie gesagt nicht ein vollausgebautes Wohnmobil sondern die Alltagstauglichkeit/Familientauglichkeit eines T4. Mit solider Qualität und Langlebigkeit....voll alltagstauglich und ab und an mal Ausflpge und selten mal drin schlafen. Alle verfpgbaren Bus Alternativen ohne Aufstwlldach scheinen mir da unterlegen, oder?

    Was denkt ihr dazu?

  • Ich denke das kommt darauf an was man machen möchte , vom platz her ist im duc einiges mehr als im t4 , und wenn man mit Vorzelt unterwegs ist , sollte im sommer auch für 4 ausreichend platz sein , wenn bevorzugt Cp geplant sindz reichts auch völlig , luxus ist dann was anderes , ich könnt damit aber leben , was mich stören würde ist das der Duc höher ist als 2 meter und somit nicht voll alltagstsuglich ist , hierzulande wär das ein Manko , tiefgaragen , parkplätze usw , da könnt man auch gleich den hohen nehmen , ich persönlich würd da eher Richtung talento tendieren was alltagstauglichkeit angeht

  • Hi Mathias,


    wir sind 2008 vom T3 auf unseren 244er L1H1 (ursprünglich 9-Sitzer Fensterbus) umgestiegen.

    Der Bus war dann 5 Jahre bis 2013 unser alleiniges Auto, d.h. Alltagsfahrzeug für unseren

    3-Personen-Haushalt. 244er und 250iger sind innen vergleichbar. Ganz wichtig war für uns,

    dass das einzige Auto weiterhin fünf eingetragene Sitzplätze mit 3-Punkt-Gurt aufweist.

    Meine Erfahrungen...:


    Der L1H1funktioniert im Alltag ganz gut. Man lernt die innerstädtischen Parkflächen >2,00 m

    Höhe recht schnell kennen. Allerdings sind wir auch gerne mit dem Rad beim Einkaufen und

    haben in dieser Zeit auch schon mal in Stoßzeiten das P+R System benutzt.

    Aus meiner Sicht ist der L1 ansonsten für jeden PKW-Parkplatz tauglich. Von Vorteil ist, wenn

    man vorne Einzelsitze hat und einfach hinten zur Schiebetür rein und raus kommt. Mit den

    vorderen Türen wird's beim Aldi schon mal eng zum Nachbar... also (wenn möglich) eher einen

    Platz mit seitlicher Grünfläche suchen. Der Nachbar dankt es einem.

    Nicht ganz unterschätzen sollte man bei Alltagsnutzung die Mehrkosten im Unterhalt gegen-

    über einem kleinen (Zweit-) Wagen. Der Sprit und Wartungskosten ist schon höher, wenn man

    sein Urlaubsfahrzeug jeden Tag mit zur Arbeit nimmt.


    Zum Schlafen:

    Für vier Schläfer ist innen kein Platz, sofern nicht ein Kleines noch in der Wiege liegt. Aber auch

    das wird ganz schnell größer...

    Also Alternativen:

    - Ein Dachzelt ist technisch möglich, auch mit Markise. Das war auch unser Plan B, falls unser

    Junior nicht mehr bei uns im Innenraum hätte schlafen wollen. Realisiert haben wir das nicht, weil:

    - ein ordentliches Dachzelt (z.B. Maggiolina) nicht billig ist

    - das Ding so schwer ist und so hoch rauf muss, dass du es nur einmal montierst, und dann das

    ganze Jahr spazieren fährst

    - ein Dachzelt wirst du über Nacht (Schlafen zwischendurch) eher nicht aufbauen. Weil es auch

    sonst zu viert im Auto auf Stell- oder Parkplätzen zu eng wird, wirst du eher Campingplätze

    aufsuchen. In diesem Fall ist ein kleines Iglu viieeel praktischer. Insbesondere, wenn du dann doch

    mal einen Ausflug machst, und das übrige Geraffel in das Iglu schmeißen kannst.

    Aus diesem Grund würde auch ein Vorzelt bei mir ausscheiden.


    Das Nötigste / restlicher Ausbau:

    Es muss klar sein, dass es hier um Schönwetter-Urlaub geht. Auch wenn zwei auf dem Dach schlafen,

    will man ab und zu um einen Tisch sitzen. Das passiert beim L1H1 in aller Regel draußen. Also auf

    dem Campingplatz und ohne Heizung.

    Das ausschlaggebende Argument für den Ducato war für uns, dass man hinten quer schlafen kann.

    Unser Bett ist 1,15m bis 1,25m breit und 1,80m lang (Matratzengröße). Da das Bett vorne und hinten

    noch 5cm (Spielraum) bis zum Fensterglas aufweist, reicht uns das aus. Allerdings muss das jeder an

    seinem Körper selbst ausmessen. Und mögen muss man sich schon auch.

    Das dritte Bett ist bei uns die mittlere Sitzbank, umgeklappt und mit einer ebenen Liegefläche 70x1,80m

    versehen. Des Weiteren haben wir ein (sehr) kleines Spülbecken (jeweils 12l Frisch- und Abwasser) und

    ein integriertes Porta-Potti eingebaut. Die Kühlbox steht i.d.R. zwischen den Vordersitzen. Diese sind

    zum Tischlein hin drehbar. Also: Keine Gasanlage. Keine Dusche. Kein fest eingebauter Kocher. Kein

    Doppelboden. Kein Kühlschrank. Kein Gefrierfach. Keine Waschmaschine.

    Wer vom T3/4/5 kommt, der ist ja nicht verwöhnt, wenn es um das Gepäck geht: Viel mehr darf es im

    L1H1 auch nicht sein. Das bedeutet ggf. Verzicht bei Freizeitzubehör und Wäsche für vier Wochen.

    Unser Schlauchboot hatten wir nur einmal dabei. Außer, dass man sich innen noch bewegen möchte,

    muss man die Zuladung im Auge haben. Unser Bus ist bis 2,9t zugelassen. Voll aufgerödelt und mit

    Besatzung und Fahrradträger hinten dran bringen wir ca. 2,8t auf die Waage. Leer (incl. Ausbau) wiegt

    das Auto ca. 2,4t.


    Wenn das alles in Ordnung geht, dann ist der L1H1 (aus meiner Sicht) ein fast ideales Freizeit- und

    Urlaubsauto für Familien. Und Alltag kann er auch. Ich möchte nicht mit einem größeren Fahrzeug

    unterwegs sein! Fahrt doch mal mit 7m x 2,30m durch korsische Bergdörfer oder die Amalfitana lang.

    Ein L1H1 kommt überall da hin, wo auch der örtliche Gemüsehändler seinen Stand aufbaut!

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    Mittlerweile ist der Duc 13 Jahre in der Familie und hat seine erste Rostkur hinter sich. Drei Jahre davon

    auch als Alltagswagen für meinen Sohn. Heute Vormittag habe ich den Bus nach der Winterpause wieder

    zugelassen.


    Viel Spaß weiterhin in diesem bunten Forum.


    Onny


  • -> Mathias

    ich wusste nicht, dass VW so schlechte Quqlität hat. Bei mir warder Kaufentscheid die minimale extra Höhe des Ducato, bei welcher ich knapp stehen kann und auch der für meine Begriffe "extraorbitante" Preis des VW. Dann bin ich aber froh, keinen VW gekauft zu haben.


    -> Onny

    super Beschreibung, auch von mir danke dafür. Unserem L1H1 sagen wir auch lieber "Reisemobil" als "Wohnmobil" weil wir damit reisen wollen und das Fahrzeug fast ausschliesslich zum Schlafen gebraucht wird. Aber schlafen möchten wir auf einem guten Bett, weshalb wir uns für 190 x 140 cn entschieden haben und dieses zusammenklappen müssen.

    Querschlafen haben wir ausführlich diskutiert, kommt aber bei uns nicht in Frage. Mit 65+ muss jeder von uns fast jede Nacht einmal auf die Toilette (ist leider so), und dann müsste einer von uns jede Nacht über den anderen klettern..... Nein Danke. Überlegt haben wir auch schon, die Betten quer übereinander zu bauen. Haben wir aber auch wieder verworfen.

    Unsere Philosophie: Bei schlechtem Wetter fahren wir weiter, dann sitzen wir sowieso im Führerhaus und nicht in der "Wohnung". Und dann bin ich froh, nicht 2.3 x 6m durch die Gegend kurven zu müssen bei identischem Führerhaus.

    -> Mathias

    aber ich könnte mir nicht vorstellen, wo auch mit dieser Reisephilosophie noch 2 zusätzliche Personen im Innenraum schlafen könnten. Aufstelldach oder Aussenzelt?

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie Du diese Herausforderung meisterst und bitte um einen Bericht.


    So, nun freuen wir uns auf die ersten paar Probetage in unserem eigenbau- Schlafmobil :-) Bald ist es soweit

    Grüsse

    Robert