Bremsleistung 280/290, wer ist damit zufrieden?

  • Ein Hallo an alle Forianer,


    wer von Euch ist mit dem Verzögerungsvermögen seines alten 280 / 290 zufrieden, welche Bremswerte werden auf dem Rollenprüfstand erreicht?

    Um ein anderes Thema nicht weiter zu entführen, möchte ich hier Eure Meinungen und Bremswerte erfragen.

    Verglichen mit modernen Fahrzeugen, empfinde ich die Bremsleistung meines Wohnmobils als recht bescheiden.

    In den mir bekannten Fällen, Vergleich der Bremswerte, wird an der Hinterachse meist nur ein Wert um die 250 kN, mit der Betriebsbremse erreicht.

    Die Handbremse liegt oft darüber. So auch bei mir. Trotzdem ist es mir kaum möglich, die Hinterräder im Fahrversuch, selbst auf sandigem Untergrund, zum Blockieren zu bringen.


    Wer hat andere Erfahrungen, Empfindungen, höhere Werte an seinem Oldie zu verzeichnen, gemacht?

    Ich hoffe auf rege Meinungsäußerung :wink


    Gruss Emil

  • Letzte HU im August 2019, große Bremse wegen Auflastung ca. 2500km vorher verbaut. Vorne 14“, hinten 16“. Vorne „kleine Bremse“ (kein Turbo).
    HA hat bei mir mit der kleinen Bremse auf Teer schon blockiert, Fahrzeug war allerdings leer und hatte wenig Gewicht auf der HA. Hat sicher blockiert, hab nämlich nach der Aktion (Vollbremsung) vier neue Reifen gebraucht.

    Wenn man das Alter des Fahrzeugs, die Bauart der Bremsen sowie das Gewicht berücksichtigt und auch noch betrachtet wie langsam ich bin, dann bin ich mit den Bremsen zufrieden. Ist natürlich nicht mit PKWs vergleichbar.

  • Ich weiss das nicht mehr so genau , meiner war so um die 420 Vorderachse und Richtung 280 Hinterachse . Ich sags mal so , mit vorausschauendem Fahren geht's recht gut , Schnelles Stehenbleiben is nicht !! Gruß Karl

  • Hallo Emil,


    ich denke du meintest 250daN nicht kN.


    Wir haben bei unserem 280er mit 2,5l D hinten Trommelbremsen

    und nach Erneuerung der Bremsbacken und der Radbremszylinder einen Bremswert hinten links wie rechts von 320daN.


    Ich gehe mal davon aus, dass sich die Bremskraft noch verstärkt, weil nach der direkten Erneuerung sich noch nicht so viel Reibkohle an den Bremsbacken gebildet hat.


    Wenn du das Gefühl hast, deine Bremse funktioniert nicht vernünftig, sollte sich das eine Fachwerkstatt genauer anschauen, an der Bremsanlage sollte man nicht basteln.


    Eventuell ist der Regelkolben im Bremskraftregler fest, die Bremsbeläge sind verglast, der Radbremszylinder ist undicht oder am Bremsschlauch löst sich innen die Ummantelung ab. Eventuell ist auch der Bremskraftverstärker defekt und du hast zu wenig Bremsunterstützung, das wäre aber auch an den Vorderrädern bemerkbar.



    Eine Bremse sollte ja auch nicht bei Fahrt komplett blockieren, man hat ja bei neueren Fahrzeugen das ABS-System erfunden, um das Blockieren zu verhindern.


    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Einen schönen Feiertag noch.


    Stefan

  • Hallo Emil,


    anbei meine Daten.


    Ist ja nur der kleine Talento mit 465 Aufbau.


    Ich komme damit klar, auch mit Hundetrailer. Aber man weiß ja auch um die Höchstgeschwindigkeit bei dem Kurzen...


    Wobei... bevor ich die LF drin hatte, da war Brems- u. Anfahrtsverhalten schlechter.

    Jetzt bin ich damit zufrieden.


    Gruß Jerome

  • Vielen Dank leute,


    die Bremswerte der Betriebsbremse vo Yogibaer erscheinen mir gut, auch wenn die Handbremse hier offensichtlich etwas schwächelt.

    Die von Karl und Jerome sind so, wie ich sie kenne, leider etwas schwach.

    Vocho hat natürlich recht, es muß daN heißen. Die von ihm benannten Bremswerte gehen für mich auch (noch) in Ordnung.

    Zufrieden mit der Abbremsung heißt für mich, auch auf einer Gefällestrecke noch angstfrei auf ein plötzliches Verkehrsgeschehen, durch Bremsen reagieren zu können, angemessen zum Stehen zu kommen.

    Vielen Dank für die ersten Antworten zu meinem Thema. :wink


    Gruss Emil

  • hallo Leute


    Bitte, was wollt ihr von einer Technik aus dem Jahr 1983 ( Typengemehmigung Ducato) erwarten?

    Die Kisten (Bremsen) sind ständig am Limit, soll heißen ÜBERLADEN.
    Die Bremse ist Stand der Technik. Bremsscheiben klein wie Teetassen+ Trommelbremse.


    Die Bremswerte sind doch bestens.


    Wer bessere Werte möchte, muss eben auf Stand der Technik 2020 umrüsten,


    Ps.: die beste Bremse nützt nicht, wenn der Bremsweg fehlt.


    mfG

  • Wer bessere Werte möchte, muss eben auf Stand der Technik 2020 umrüsten,

    :ironie_an: Und dann Reifen mit abgefahreren handschnitzten Profil aus .... :ironie_aus:


    Ausserdem bringt die beste Bremse nichts, wenn man nicht richtig damit umgeht. Jeder, der schonmal ein Sicherheitstraining mitgemacht hat, weiß, daß fast Alle bei Notbremsungen Fehler machen, egal ob mit oder ohne ABS. Im Schnitt ist der Bremsweg am Ende des Trainings bis zu 10% kürzer.

  • Also bei mir 1. Achse 700/680

    2.Achse 350/350

    3.Achse 350/320

    Alles in allem finde ich die Bremse recht schwammig. Was mich interessieren würde: Wie sieht es bei euch an der Rückseite der Bremsscheiben aus? Bei der vorletzten HU wurde das Tragbild bemängelt. D.h. vom äußeren Rand der Bremsscheibe bis zur erkennbaren Auflagefläche der Klötze war ein Rand von ca. knapp 2cm. Nur ein vielleicht 3cm breiter Bereich des Bremsklotzes kommt mit der Scheibe in Berührung. Habe dann die Bremsscheiben erneuert, die Kolben ausgebaut u. gängig gemacht. Aber nachdem jetzt wieder Flugrost auf der Scheibe ist, sieht man dass keine Veränderung eingetreten ist. Gleichmässig auf beiden Seiten.

    Und ich meine mich zu erinnern, dass hier jemand mal ein Foto gepostet hat, auf dem auch die Bremsscheibe von hinten erkennbar war. Da sah es genau so aus.

  • Oft würde auch ein Wechsel der Bremsflüssigkeit mehr bringen als Alles andere :-) Da denkt nämlich immer irgendwie niemand dran bis die mal anfängt zu kochen und selbst die besten, neueste, tollste Bremsanlage nicht mehr wirkt.....

  • Ich war vorletzte Woche zur TÜV abnahme,auf dem Bremsenprüfstand ist das Auto beim Handbremsentest aus den Rollen geflogen und auch die Werte der Betriebsbremse waren so das der Prüfer sie mit den Worten "der bremst richtig gut" bewertet hat.Ich fahre mein Womo jetzt seit 15 Jahren und habe nie Bremsprobleme gehabt trotz so mancher Gebirgstour.



    Gruß Arno

  • Ich fahre mein Womo jetzt seit 15 Jahren und habe nie Bremsprobleme gehabt trotz so mancher Gebirgstour.

    Es ist doch so, man fährt passend zum Fahrzeug. Man hat keinen Rennwagen unter sich. Ich kann ja auch nicht überholen wie mit einem Motorrad.

    Und wenn die Bremsen ganz normal in Ordnung sind, sind sie vollkommen ausreichend, ansonsten hätten sie auch nie eine Zulassung bekommen.

  • Ich fand die Bremswirkung meines 290ers auch absolut ausreichend. Ist definitiv kein Rennwagen, aber ich fand den 2.5 TD durchaus flott. Natürlich bremst ein moderner Sportwagen bestimmt deutlich besser, die Bremswirkung ist da auch sicher besser dosierbar, aber für ein altes Womo und dessen übliches Bewegungsprofil reicht die Anlage im 290er definitiv gut aus.

  • Oft würde auch ein Wechsel der Bremsflüssigkeit mehr bringen als Alles andere :-) Da denkt nämlich immer irgendwie niemand dran bis die mal anfängt zu kochen und selbst die besten, neueste, tollste Bremsanlage nicht mehr wirkt.....

    Glaub emil77b ging es darum, ob man mit der Bremsleistung zufrieden ist. Nach Vorschrift/normal funktionierende/gewartet Bremse vorausgesetzt. Sonst wäre wohl auch ein Meinungs/Erfahrungsaustausch sinnlos, da Aussagen nicht vergleichbar.

  • Denk es geht vor allem um die Daten um zu wissen was mit der kleinen - grossen Bremse überhaupt möglich ist , wenn andere mit der gleichen Bremse höher Werte erzielen , würde man versuchen zu optimieren

  • Ein Hallo an alle Beitragsschreiber,


    danke für Eure Antworten.

    Ihr könnt mir glauben, dass meine Bremse vom Wartungs- und Verschleißzustand in Ordnung ist, auch die Bremsflüssigkeit ist in den letzten Jahren, nach Vorschrift, und vorsichtshalber, mehrfach erneuert worden, ist momentan ein halbes Jahr alt.

    Erfahrungsgemäß erhöht sich die Bremsleistung in erster Linie durch einen höheren Druck an der Bremse, den Bremsen, vielleicht auch durch bessere Reibwerte der Bremsbacken.

    Selbst die von Owolf beschriebenen rostigen Scheiben mit Teiltragbild ( vordere Bremse ), werden die Verzögerung nicht erheblich mindern.

    Schlecht zu prüfen sind, meiner Meinung nach, die Wirkung des Bremskraftverstärker, bzw. ev. verminderter Unterdruck am BKV, welche die Leistung der vorderen Bremse ggf. verringert. Vorn ist bei mir die große Bremse von Hause aus verbaut, das Fahrzeug hat entsprechend 16" Räder, wie es alle 2,5TD haben sollten.

    An der Hinterachse ist serienmäßig ein Bremsdruckregler / Bremsdruckbegrenzer verbaut, welcher bei Fahrzeugen mit LUFE allerdings wenig sinnvoll ist, da sich meine Hinterachslast zwischen 1740kg und 1980kg ( hier bereits leicht überladen durch Radträger und E-Bike darauf ) bewegt, eine verminderten Bremskraft somit in keinem Lastfall nötig ist.

    Soweit mir bekannt ist, waren die 18Q maximal bis 3100kg zulässigem Gesamtgewicht angegeben. Mein Gesamtgewicht bewegt sich zwischen 3060 und 3400kg, zulässig 3500kg.

    Thermische Probleme an der Hinterradbremse hatte ich bislang noch nicht. In sofern wäre es für mich interessant zu wissen, wie Werte von

    320dnA bzw 350dnA, erreicht werden.

    Möglich wäre sicherlich, dass sich die Belagsreibwerte der verbauten hinteren Bremse unterscheiden. Bei mir ist ein Komplettsatz Große Bremse, von AA bezogen, verbaut, Hersteller des Belags unbekannt.

    Wer von den Leuten mit hohen Bremswerten an der Hinterachse weiß, welche Bremsbacken, von welchem Hersteller, bei ihm verbaut sind?

    Vielleicht wäre es einen Versuch wert, auf andere Bremsbacken zu wechseln.


    Nochmals großen Dank für Eure Gedanken und Beiträge :wink


    Gruss Emil

  • Habe auch den Satz von AA verbaut, Hersteller war bei mir LPR. Das hat mich ehrlich gesagt etwas geärgert, da man den Satz von LPR wo anders um einiges günstiger bekommen hätte, Hersteller war nicht angegeben. Die Qualität ist nicht vergleichbar mit z.B. Bosch. Wurde aber wegen Zeitdruck trotzdem verbaut und bremst auch gut, aber der Nachsteller usw. ist nicht so toll. Haltbarkeit wird sich zeigen. Möchte hier nichts schlechtes über AA sagen, nicht falsch verstehen!

    Die von mir oben genannten Werte waren VA kleine Bremse mit 14“ und HA große Bremse (2500km verbaut) mit 16“. Hinten mit GS-Luftfeder (Faltenbalg), Bremskraftverteiler nach Angaben von GS auf Max auseinander gezogen. Diese Einstellung entspricht bei 1,5bar in der LuFe (war bei der Bremsenprüfung auch drin) genau der Einstellung wie vorher ohne (gemessen Abstand Umlenkpunkt Hebel zu Unterboden). Der ist so wie ich’s gesehen hab voll auf. Ich hatte weder ohne noch mit LuFe Probleme mit Überbremsen. Die Einstellung finde ich so als passend, da sich das Heck bei mir auch bei mehr als 1,5bar bis zu den zulässigen 2,75bar nicht mehr anhebt. So hätte ich auch eingestellt, aber hat von Anfang an gepasst.

  • Ich habe letzte Woche die Bremsscheiben vorne wechseln lassen,die neuen Scheiben sind von AA und Erstausrüsterqualität,ich bin zufrieden.Die "Nachbauten" währen wesentlich günstiger gewesen,aber an den Bremsen zu sparen ist am falschen Material gespart.



    Gruß Arno