Wasserschaden Fiat Ducato 230 Fendt

  • Hallo Forum,

    Mein Name ist Luca 30 Jahre alt, ich bin hier ganz frisch eingetreten und somit ist das auch mein erster Beitrag 😄


    Wir haben uns (wie wir jetzt herausgefunden haben) etwas übermotiviert eine Fiat Ducato 230 Baujahr 1996 (94000km) mit einem Fendt Alkoven Aufbau gekauft. (Privatkauf)


    Der große Schock traf uns dann als ich in der Küche nur ein paar Silikon Nähte nachziehen wollte. Es offenbarte sich ein Wasserschaden der sich über fast das gesamte Heck bis in die Nasszelle erstreckt. Gut kaschiert von einem der Vorbesitzer (2) mittels neuer Wand und Boden Beläge…


    Bitte keine Belehrungen über eventuelle rechtliche Schritte bla bla wegen Gewährleistung usw. 😄 Es ist gekauft wie gesehen ich kann dem Vorbesitzer keine arglistige Täuschung beweisen, von daher alles sinnlos.

    Was ich mir von dem Beitrag hier verspreche ist, vielleicht ein paar Tipps zur Vorgehensweise oder zu den Materialien die benutzt werden sollten um alles wieder möglichst „dicht“ zu bekommen.

    Zu meiner Situation, ich bin selber Handwerker (Elektriker) und habe auch noch ein Tischler,Zimmermann und KFZ-Mechatroniker zur Hand die mich unterstützen. Ich habe selber auch schonmal einen Kastenwagen (Ford Transit Bj.2006) zu einem Camper ausgebaut. Aber halt garkeinen Plan was Wohnmobile angeht.


  • Willkommen erst mal.

    Uihh, das sieht heftig aus und nach einer Menge Arbeit.

    Da wird sicher unser Jerome was zu schreiben, der ist Tischler und so einen hast du ja auch 'An der Hand'

    Viel Erfolg und Durchhaltevermögen

    Grüße

    Uli

    Der Regen von heute ist der Whisky von morgen

  • Moin . Wichtig wäre als allererstes zu klären wo das Wasser hergekommen ist . Bei meinem FENDT kam das Wasser von oben durch die Eckschiene die die Verbindung von Seitenwand und Dach abdeckt . Da war dann auch schon Alukrebs in der Dachhaut . Hab da dann alles penibel gereinigt und mit Flüssigkunststoff neu abgedichtet . Nicht aufgeben , das lohnt sich .

    Oesie

  • Vielen Dank schonmal für die Tipps und das Mut machen 😄 In der Küchenecke habe ich die Undichtigkeit schon entdeckt. Der Nasszelle geht es heute an den Kragen 💪🏼

  • Hier einmal ein kleines Update zu meiner Teilrenovierung. Ich habe den gesamten feuchten Boden entfernt und wir haben uns entschieden eine Küchenecke einzubauen anstatt wieder eine Nasszelle zu bauen (stehen sowieso nur auf Campingplätzen). Außerdem haben wir uns entschieden komplett auf Gas als Energieträger zu verzichten, da die Truma Gasheizung eh nächstes Jahr hätte gehen müssen. Geheizt werden soll mit einer neuen Diesel standheizung


  • Ich hoffe, Du hast max. 5 Mille für die Baustelle bezahlt. Für die Nummer, die Du gerade machst, kannst Du gut und gerne 15 Mille bei einem Händler mit Werkstatt hin blättern.

    Respekt :thumbup:

    Und es hat nicht gemüffelt? Keine Feuchtigkeit mit einem Sensor messbar? Aber mit den Fingern an den Wänden hätte man doch weiche Stellen feststellen müssen.

    BMW R 1250 GS Adventure Triple Black und F 800 GS Triple Black

  • Ne leider war alles wo der Wasserschaden präsent war doppelt überklebt mit neuer Wand und/oder Bodenverkleidung… da es auch mein erstes Wohnmobil ist fehlte mir auch schlichtweg die nötige Erfahrung um es fest zu stellen. Aber egal nun muss ich damit durch 😄

  • Hallo Luca,

    auf den Bildern habe ich nichts gesehen was man nicht wieder reparieren kann. Ich selbst habe auch schon größere und kleinere Wasserschäden repariert.

    vogtlandschwabe
    22. April 2023 um 23:30

    Am Anfang sieht es immer verehrend aus aber wenn mal alles morsche Material entfernt ist und Du die ersten frischen Leisten wieder einklebst und schraubst, kommt gleich das tolle Gefühl hinzu etwas schönes für sich und viele schöne Reisen geschaffen zuhaben.

    Am besten ist es wenn Du eine Garage oder Scheune hast wo Du arbeiten kannst. So wie ich das sehe muss das Eckprofil runter und das kann man auch nicht an einem Tag reparieren.

    Wie schon erwähnt musst du alles soweit entfernen bis wieder gute Material kommt. Auch wenn es weh tut, du musst so lange graben bis nur noch trockenes und gute Material kommt. Die morschen Leisten und das Styropor lässt sich super mit einem Multimaster o.ä. entfernen. Pass auf das Du dabei die GFK Außenwand nicht beschädigst.

    Achte bei der Wahl der Kleber genau darauf das Du den richtigen Kleber für den richtigen Zweck verwendest. Silikon hat im Fahrzeug und auch im Wohnmobilbau eigentlich nichts zu suchen. Verwende VA Schrauben um die Holzleisten zu verschrauben.

    Zum kleben nimmst Du Sika 554 , zum Dichten Sika 522 und für die Fenster und Klappenrahmen Sika Butyl 710. Es Muss nicht Sika sein, aber da kenne ich die Nummern so ungefähr. Es geht auch Dekalin oder Pedex Hauptsache PU Kleber und Butyl.

    Um das Eckprofil wieder aufzusetzen brauchst du sehr viel Butyl und auch sehr viele kleine VA Schrauben.

    Holzleisten und Styrodur oder Styropor gibt es im Baumarkt, da würde ich nichts spezielles verwenden.

    Die Gasanlage würde ich auch versuchen zu retten. In nicht allzu ferner Zukunft wirst auch du nicht mehr nur auf CP`s stehen und dann ist eine Gasheizung mit Gasherd und auch eine Toilette mit Dusche ,Gold wert.

    Nimm Dir Zeit. Du musst nicht alles auf einmal machen. Versuche einen Reisefertigen Zustand zu erreichen. Bad Küche und Heizung kann man auch später noch fertig machen. Hauptsache die Außenhaut ist Dicht und der Boden stabil. der Rest findet sich dann.

    Ich wünsche Dir gutes Gelingen und halt uns auf dem Laufenden mit Info und Bildern.

    LG

    Mario:wink

    Bergauf glüht der Motor, bergab glühen die Bremsen :D
    Reisemobil 6/16