Fahrzeugbatterie innerhalb von 2 Wochen leer

  • Guten Morgen, wir haben ein Wohnmobil mit einem Fiat Ducato 9 aus 2025. Das Fahrzeug hat gerade einmal 5000 km auf der Uhr. Ab Herbst stand es sehr lange ohne Stromanschluss und ich konnte das Fahrzeug vor 3 Wochen für eine kurze Fahrt problemlos starten und fahren. Jetzt, 3 Wochen später, habe ich das Fahrzeug nochmals starten wollen und musste feststellen, dass die Batterie restlos leer war. Nachdem meine eigenen Überbrückungsversuche gescheitert waren, rief ich den ADAC an, der das Fahrzeug mit einer Powerbank überbrücken und starten konnte. Danach untersuchte er die Batterie bei laufendem Motor und meinte, dass sie mit deutlich zu wenig Ladestrom lädt. Es handelt sich um eine 105 Ah-Batterie und diese müsste mit ca. 80% der Ladepapazität auch laden. Sie lud aber mit gerade einmal 35 Ah und war dabei auch sehr sprunghaft. Ich hängte dann gestern Abend noch mein CTEK-Ladegerät, welches bei meinem Überwinterungs-PKWs um sehr gute Arbeit verrichtet an die Batterie. Es leuchteten von den 10 LEDs nur 2 auf, also ein Signal dafür, dass die Batterie absolut (Tiefen?)entladen ist. Heute morgen schaute ich nach dem Ladezustand und musste feststellen, dass nur eine 3. LED bisher leuchtet und dabei hing das Fahrzeug die ganze Nacht am Ladegerät. Der ADAC-Mitarbeiter meinte auch, dass die Batterie sehr wahrscheinlich hinüber sei. Ist es eigentlich normal, dass die Batterie, wenn sie nicht "gesund" wäre, so langsam lädt?

  • Eine Batterie die tiefenentladen ist hat immer eine Schädigung, wie stark kann man nicht vorhersagen.

    Da du nicht schreibst, welches Ladegerät mit wie viel Ampere da jetzt dran ist, kann Dir auch keiner sagen ob jetzt ein Punkt mehr oder weniger , gut oder schlecht ist.

    Bei solchen Angaben immer präzise und viele Informationen angeben, z.B. welches Ladegerät, welche Dauer, Spannung im Ruhrzustand vorher und nachher und und und ...


    Ich würde die Batterie nicht nicht abschreiben, sondern mit einmal richtig voll laden und dann nach 4 Stunden die Spannung messen. Ob dazu ein externes oder das boardeigene Ladegerät verwendet wird ist nebensächlich, benötigt aber auch mehr Informationen.

  • In den letzten Wochen war es sehr kalt, was ohnehin die Kapazität und Leistung Deiner Batterie schmälert... Hast Du dann noch Verbraucher über 2 Wochen laufen ( Alarm, Gasheizung etc. ) ist es sehr gut möglich diese komplett zu entladen. Wie CiKa geschrieben hat, gib der Batterie Zeit zu laden...

    Ich würde sie aber ausbauen und erstmal auf Zimmertemperatur bringen, bevor ich anfange sie zu laden... also 24h zuhause lagern und dann das Ladegerät anschliessen...


    Gruss

    Kapi

  • Die Batterie muß zum Laden keine Zimmertemperatur haben.

    Faustregel: Batterie 100 AH wird mit einem Ladegerät 10 Ampere geladen.

    Batterie leer muss 10 Stunden geladen werden damit diese wieder voll ist.

  • Spekulation, warum Starterbatterie leer nach 6 Wochen:

    Seit Euro 6 (2021) wird eine sog. intelligente Lichtmaschinensteuerung verbaut (IBS, ein Shunt an der Starterbatterie).
    Dieser sorgt u.a. dafür, das die Batterie bei Fahrt NICHT vollgeladen wird, lediglich beim Rollen, Bremsen, schieben kommt volle Ladeleistung (14,7V), nennen sie Rekupation und spart homöopathische Dosen an Kraftstoff. Dazu wird die Batterie auf 50-70% Füllstand gehalten.
    Dann kommt es, gar nicht so wenig vor, das der Ausbauer eine zusätzliche Masseverbindung an der Starterbatterie verbaut direkt am Minuspol, dies bringt aber den Messshunt durcheinander (jede Masse NACH dem Shunt), so das hier u.U. noch schlechter geladen wird.
    Dann ist der Eigenverbrauch durch die Elektronik nicht zu unterschätzen.
    Die Bord/Bodycomputer arbeiten und brauchen dazu Strom.
    Kleine Beschreibung:
    Der CAN-Bus braucht Strom, der Ruhestrom (Sleep Mode) beträgt so ca. 0,04A. Wenn der CAN-Bus allerdings am Fahrzeug Aktivitäten entdeckt wird er die verschiedenen Steuergeräte "wecken", der Ruhestrom aller Steuergeräte kann dann auf ca. 0,8A ansteigen.
    Schon ein kleines USB Ladegerät (Navi, USB Buchse) kann durch seinen geringen Verbrauch den Bus daran hindern in den „Schlafmodus zu gehen, der Stromverbrauch ist dann wie im Fahrbetrieb.
    Auch wenn z.B. das Motorsteuergerät so programmiert ist, dass es schon mal vorglüht und die Dieselvorförderpumpe schon mal Druck aufbaut, weil der Besitzer ja per Funkschlüssel aufgeschlossen hat, fließen schnell mal 20A, obwohl man nur eine Landkarte holen wollte.
    Über die Standzeit im Winter summieren sich die 0,04 A über 6 Wochen locker auf ca. 40Ah. Da ist die Startbatterie fast leer (sie war ja nicht voll beim Abstellen)!
    Dann bist du zwischendrin kurz gefahren, hat vermutlich mehr Strom gekostet, wie wieder reinkam.
    Man vergisst als Wohnmobilfahrer oft, dass so ein Transporterchassis ja für den tagtäglichen Gebrauch und nicht für lange Standzeiten konstruiert wurde.
    Und: zu guter Letzt:
    Ich lese immer öfter, dass die Qualität der verbauten Batterien ab Werk rapide nachlässt, vielleicht hattest du von vornherein ein "faules Ei".

    "Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein." (Voltaire )

  • Also ich habe ein CTEK MXS 5.0 zum Laden. Das Gerät lädt mit 5000 mA bei maximal 14,4/14.7715.8 Volt. Leider habe ich kein Gerät um die Spannung vorher/nachher zu messen.

    Das CTEK besteht aus 8 Steps. Step 2 von gestern bedeutet einfach nur den Softstart zum Laden. Jetzt in Step 3 (Bulk) lädt die Batterie. Sollte ich irgendwann auf Step 4 kommen beginnt die Absorption und die Batterie ist eigentlich schon startklar. In Stufe 7 wäre sie dann vollends geladen. Alle anderen Stufen dienen zu Erhaltung und Analyse.

    Ich hätte auch noch ein älteres Boschladegerät, bei dem auch eine Schnellladefunktion intergriert ist. Ich dachte aber, dass ein sanftes laden für die Batterie besser ist.

    Leider kann ich mit meinem technsichen Knowhow auch nicht prüfen, ob und wenn ja, was die Batterie zur Entladung gebracht hat. Das Radio ist z.B. mittlerweile, komplett über die Aufbaubatterie angeschlossen. Diese ist, obwohl das Fahrzeug nicht am Strom hing, nahezu voll. Scheinbar reicht das Tageslicht für meine Solaranlage aus, um die wenigen Verbraucher, welches sich im Standby-Modus befinden, zu versorgen ohne Batteriekapazität zu verbrauchen.

  • Wenn Du die Beiträge vorher gelesen hast, wurde vom TE was zu seiner Aufbaubatterie geschrieben.

    Jetzt können wir diskutieren wie man einen Votronic standby-charger NICHT zwischen Aufbau und Starterbatterie schaltet.

  • Wenn Du die Beiträge vorher gelesen hast, wurde vom TE was zu seiner Aufbaubatterie geschrieben.

    Hab ich schon verstanden, dass das um die Starterbatterie geht.
    Bitte schreibe doch einmal genau, was der Standby-Lader bewirken soll. Danke.

    Gruß Lothar

    #SindMalKurzDaheim# :wink

    Einmal editiert, zuletzt von Laika78 (14. Februar 2026 um 15:08)

  • ... Jetzt, 3 Wochen später, habe ich das Fahrzeug nochmals starten wollen und musste feststellen, dass die Batterie restlos leer war. ..

    .. Das Radio ist z.B. mittlerweile, komplett über die Aufbaubatterie angeschlossen. Diese ist, obwohl das Fahrzeug nicht am Strom hing, nahezu voll. Scheinbar reicht das Tageslicht für meine Solaranlage aus, um die wenigen Verbraucher, welches sich im Standby-Modus befinden, zu versorgen ohne Batteriekapazität zu verbrauchen.

    Dann würde ich Dir einen 25€ Standby-Lader empfehlen. Such Dir jemanden der Dir den einbaut, dann hast Du dauerhaft Ruhe.

    Jetzt Frage ich mich ernsthaft was daran unklar ist, einen standby-charger zwischen Aufbau und Triebkopf zu schalten?

  • Jetzt Frage ich mich ernsthaft was daran unklar ist, einen standby-charger zwischen Aufbau und Triebkopf zu schalten?

    Die Frage habe ich doch klar und deutlich gestellt. Hier noch einmal anders formuliert:
    Warum soll ich einen Standby-Charger zwischen Aufbau- und Starterbatterie hängen?
    Damit die Aufbaubatterie zusätzlich leer gelutscht wird?
    Das hilft dem TE mit seinem Problem kein Stück weiter.

    Gruß Lothar

    #SindMalKurzDaheim# :wink

  • Warum soll ich einen Standby-Charger zwischen Aufbau- und Starterbatterie hängen?

    Der TE hat eine "nahezu volle" Aufbaubatterie (#6), die zudem noch via Solar (sicher wenig, aber...) nachgeladen wird.
    Selbstverständlich KANN ein Standby Charger dafür sorgen, dass die Starterbatterie NICHT tiefenentladen (vermutlich ist sie das) wird.
    Angenommen, die Bordbatterie ist "nur" AGM 100Ah, bleiben ohne deren Schädigung rechnerisch 50Ah übrig, die Starter mit 1-2 Ampere Erhaltungsladung fit zu halten.

    "Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein." (Voltaire )

  • Angenommen, die Bordbatterie ist "nur" AGM 100Ah, bleiben ohne deren Schädigung rechnerisch 50Ah übrig, die Starter mit 1-2 Ampere Erhaltungsladung fit zu halten.

    Das ist ja richtig, wenn alles "im Takt ist". Hier scheint es beim TE aber ein Problem zu geben.
    Wenn die Starterbatterie (von mir aus auch Bordbatterie) in kurzer Zeit leer gesaugt wird, dann wird über den Standby-Charger auch die Aufbaubatterie geleert.

    Gruß Lothar

    #SindMalKurzDaheim# :wink

  • Also ich habe ein CTEK MXS 5.0 zum Laden. Das Gerät lädt mit 5000 mA bei maximal 14,4/14.7715.8 Volt. Leider habe ich kein Gerät um die Spannung vorher/nachher zu messen.

    Das CTEK besteht aus 8 Step

    Ich hätte auch noch ein älteres Boschladegerät, bei dem auch eine Schnellladefunktion intergriert ist. Ich dachte aber, dass ein sanftes laden für die Batterie

    Diese Ladegeräte sind eigentlich für kleine PKW Batterien gedacht. Für >100A Batterien dürfen es gerne 10-20A Ladegeräte sein.

    Mein Ctec 5 ist beim laden einer 100Ah Batterie abgeraucht

    Gruß
    mowgli