Räderdimension Fiat Ducato 290 2.5 TD Eura Mobil 3,5to 6,25m

  • Hallo zusammen,

    nach 3 Jahren Biegen und Brechen im selbst ausgebautem VW T5 haben wir uns Ende letzten Jahres dazu entschieden, der weißen Flotte beizutreten und haben uns einen Fiat Ducato 290 2,5 TD von 1992 von Eura Mobil gekauft, nachdem wir etliche Fahrzeuge uns angeschaut haben und Probe gefahren sind. Bei dem Fahrzeug passt wirklich alles - Zustand von innen, außen, oben unten - alles. Nur nicht die Verbindung zum Asphalt aus meiner Sicht.

    Vorweg, ich habe mich durch alle gängigen Foren, inklusive diesem abendfüllend gelesen, bin aber nie zu einer Erklärung oder Lösung meiner Situation gekommen. Für den entscheidenden Tipp, wo ich schauen muss, wäre ich sehr dankbar.

    Auf meinem Ducato sind 195/75R/16C 107er Räder/Reifen auf Stahlfelge mit original Radkappen verbaut, ebenso das Reserverad - also 5x der identische Reifen.
    Im Fahrzeugschein ist jedoch in Spalte 15.1 und 15.2 die Abweichung, dass auf der zweiten Achse die Räderkombi mit identischen Merkmalen als 15 Zoll gefahren werden muss, eingetragen. Im Zusatzbemerkungsfeld 22 ist nichts weiter eingetragen.

    Ich nehme euch gerne vorweg mit zu unterschiedlichen Indizien, die mich bisher nicht haben stutzig schauen lassen, mir aber davor graut, 08/2027 zu einem TÜV-Termin mit leeren Taschen zu gehen. Denn außer die Fahrzeugpapiere, Betriebsanleitung, Servicehefte usw. habe ich keine Schriftstück, was sich mit der abweichenden Räderkombination beschäftigt.

    - die hinteren Räder sind DOT2014 - also schon länger auf dem Fahrzeug drauf. (Da aus Erstbesitz - privat) gehe ich nicht von einem Umstecken vor Verkauf aus)
    - Letztes Jahr wurde die H-Untersuchung gemacht - aller Wahrscheinlichkeit nach auch mit diesen Reifen.
    - Er muss seit dem 7x beim TÜV gewesen sein - ohne Beanstandung
    - Er ist aufgelastet auf 3,5 Tonnen, was auch eingetragen ist (Zusatzfederblatt etc.)
    - Das Reserverad ist jungfräulich, auch in 16 Zoll.

    Alles in allem wird da nie ein anderes Rad hinten dran gewesen sein - es ist nun nur nicht eingetragen.

    Nun zu den Ergebnissen meiner bisherigen Recherche:

    - Fiat kann mir nicht weiterhelfen, da laut Aussage immer der Aufbauhersteller zuständig ist, da hierdurch unterschiedliche Gewichtsverteilungen etc. zustande kommen (nachvollziehbar)
    - Eura Mobil, jetzt Trigano war zunächst aufgrund des Alters überfragt, bezog sich dann aber auf die Papiere, dass dies schon stimmen und bindend wären. Auf meine "Forenrecherche" wurde nicht wirklich eingegangen.

    Hier im Forum findet man das Thema wirklich noch und nöcher. Aber immer aus einer anderen Perspektive. Und manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass ich der Wunschkandidat mit dem Traumauto zum Tauschen bin, denn oftmals liest man "Originalbereifung sind 16er" und das alle scharf auf die Kleinanzeigen sind, die bis in die 300€ Kategorie gehen für eine verrostete Stahlfelge. Ganz wild wir es dann, wenn alle berichten, was sie bei sich eingetragen haben. Da ist ja alles dabei - nur scheinbar nicht die Originalbereifung, die ich offensichtlich habe, aber bei mir wiederum nicht eingetragen ist.

    Aufgekommen ist das Ganze beim Bestellen neuer Reifen (DOT2014...)

    Welche Gedanken habe ich mir bisher zur Lösung gemacht?
    - vermutlich gibt es ein Teilegutachten, ggf. eine ABE für die Felge/Räder die ich NICHT habe
    - viele schreiben: "Besorg dir ein Fzg-Schein mit der Rädereintragung und geh zum TÜV, dann ändern die das im Sinne der Gleichbehandlung"
    - dafür gibt es eine allgemeine Freigabe von Fiat - nur warum steht es bei mir nicht (weiß der TÜV das dann?)
    - Es hat irgendwas mit der Auflastung zu tun - nur habe ich auch für die Auflastung keine Unterlagen, außer die Eintragung im Schein und Änderung am Typenschild)

    Und ja - ich ärgere mich, dass mir dies beim Kauf nicht aufgefallen ist. Doppelt ärgerlich wäre es, wenn ich jetzt neue Reifen kaufe die mir in 1,5 Jahren den TÜV verweigern.
    Die Antwort vom Käufer ist aber, dass das alles immer problemlos geklappt hat - nur warum?


    Für Ratschläge oder Lösungen bin ich sehr dankbar!

    VG
    Jan

  • Moin aus Hamburg,

    Neben den 2 zugelassenen Stahlfelgen von Michellin, 14“ und 16“, gibt es auch zwei zugelassene Alufelgen, auch seheeeehr selten und teuer, mit Lochkreis 5x118, einmal in 7x15“ von Alutec, einmal in 16“ von, ich meine Brobet. Brobet hat, meines Wissens, auch die Traglast für die HA 1950Kg bei der Auflastung, Alutec kommt mit 215/75/ 100/97 dann wohl nicht auf die Traglast.

    Ich denke, dass die in Deinem Schein als Alternative eingetragen sind, aber nicht zwingend notwendig.

    Alle 2,5l TD sind werksmäßig mit der 16“ Stahlfelge und der von Dir beschriebenen Reifengröße und Traglast ausgestattet.

    Gruß Jerome

    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten...

  • Ich denke, dass die in Deinem Schein als Alternative eingetragen sind, aber nicht zwingend notwendig.

    Alle 2,5l TD sind werksmäßig mit der 16“ Stahlfelge und der von Dir beschriebenen Reifengröße und Traglast ausgestattet.

    Vielen Dank für deine Antwort. Ich bin schon mit den schrägsten Dingern durch den TÜV gekommen und mit den banalsten Sachen durchgefallen, daher meine Sorgen. Das Highlight war eine nachgerüstete Rücklichtkombi die ich falsch zusammen gebaut hatte - bei einem Motorrad. Der Verlauf ging von "Kennzeichenbeleuchtung o. Funktion - durchgefallen" zu "Aber es leuchtet ja nach oben - also Position falsch - geringfügiger Mangel - bestanden".

    Will damit sagen, ihr kennt es alle: Der TÜV-Prüfer ist ein Mensch. Da gibt es solche und solche. Manche wollen, manche können, manche machen. Jedoch fehlt mir der Glaube, dass ein TÜV-Prüfer, der nach Euro-Einführung geboren wurde, eben dieses Wissen bzgl. alter Fahrzeuge hat, was die Standard-Felge etc. pp. ist - die du dankenswerter Weise hast.
    Diese und auch viele der älteren Generation werden sich nur darauf beziehen was im Schein steht.

    Und da ist Zeile 15.2 nun mal nicht als Alternative deklariert, sondern als 2. Achse.

    Wie weise ich also die werksmäßige Räderdimension nach, wenn das weder Fiat noch Eura möchte/kann?

  • Darüber, dass die 290er Modelle auf das gleiche Chassis aufbauen, sollten in Recherche auch bei der Prüfungsorganisation entsprechende Unterlagen vorliegen.

    Die Vorderachse scheint dann mit 16“ OK zu sein?! Möglicherweise hat er da einen Eintragungsfehler gegeben?!

    Bei 15“ auf der VA, kann es dann zu einer Tachoangleichung kommen…

    Wenn ein 3,1t Saugdiesel aug 3,5t aufgelastet wird, dann muss er die 14“ auf der HA gegen 16“ aufgrund der Traglast der Reifen tauschen, auch die große Bremse verbauen. Vorne kann er weiterhin mit 14“ und dem kleinen Bremssattel fahren.

    Aber, wie schon geschrieben, der 2,5l TD fährt auf Stahlfelge immer 16“, dieses dann werksmäßig. Und das scheint ja auch bisher ohne Beanstandung durchgegangen zu sein?!

    15“ in Stahl gibt es für das Model nicht, nur in Alu als Sonderausstattung, und die werden dann eingetragen.

    Ich würde einfach mal zur PrüfOrg. mit der Info fahren und nachfragen.

    Übrigens sehen die 15“ Alutec so aus

    Gruß Jerome

    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten...

  • Moin.

    Tüv ist das eine - ein blöder Unfall, selbst schuldlos - kann dir vorher schon den Spaß verderben.

    Ich würde vermutlich mit den Papieren mal zum TÜV zu einer Beratung gehen.

    Sicher können viele hier gute Prüfer mit Sachkenntnis und Erfahrung zu den Baujahren empfehlen, aber zumindest meine Anlaufstelle wäre für Dich nicht ortsnah. (PB)

    Bei Bedarf gere PM😉

    Viel Erfolg, Jo...

  • Alle 290 Turbodiesel haben 16 Zoll- Felgen serienmäßig. Da scheint es einen Fehler bei der Eintragung gegeben zu haben. Die Prüforganisation kann Dir das umschreiben und dann muss es bei der Zulassungsstelle korrigiert werden.

    LG Cerberus

    Nichts ist so beständig wie der Wandel ( Heraklit von Ephesus )