Blattfederung hinten - wie modifizieren?

  • Moin,

    mein Boxer mit UPS Aufbau wird so langsam fertig. In diesem Zusammenhang konnte ich feststellen, dass das Heck trotz des Ausbaus nicht (sichtbar) absinkt. Das liegt anscheinend auch daran, dass (anders als bei einigen baugleichen Fahrzeugen von denen ich weiß) eine dreilagige Blattfeder verbaut wurde. Dadurch steht mein Womo (optisch nicht sehr ansprechend) hinten immer noch hoch, und mir fehlen auch 2-3cm für die Einfahrt in den Carport.... . Die beiden Fahrzeuge die ich kenne, stehen dagegen mit zwei Lagen ziemlich gerade, und das hätte ich auch gerne so. Und anscheinend ist es so, dass nicht eine Lage heraus genommen werden kann, sondern komplett gewechselt werden muss (sagte mir ein TÜVler der das Fahrzeug auch fährt).

    Nun habe ich ein wenig gegockelt und festgestellt, dass ein Federnpaket gar nicht so teuer ist wie befürchtet (300-400€).

    Meine Fragen nun:

    a) Kann mir Jemand von euch mit Erfahrungswerten in Bezug auf die "gefühlten" Unterschiede in Bezug auf das Fahrgefühl/Fahrverhalten aushlefen?

    b) Habt ihr einen ungefähren Richtwert für den Aufwand/die Kosten des Tausches?

    Ich telefoniere gerade Werkstätten b, freue mich aber auf eine Einschätzung hier.

    Gruß

    Michael

  • Der Aufwand für den Austausch sollte sich in Grenzen halten.

    Die ganzen Federpakete sind doch nur vorne und hinten jeweils mit einer Schraube gehalten und dann an der Achse verschraubt.
    Also ich denke 4 oder 6 Schrauben pro Seite los, austauschen und wieder zusammenbauen.

    Wenn nichts klemmt, denke ich in der Werkstatt ca. 1 1/2 Stunden.

    Ich würde es zu Hause auch ohne Bühne versuchen.


    Gruß Rüdiger

  • Moin, bist du

    Und anscheinend ist es so, dass nicht eine Lage heraus genommen werden kann, sondern komplett gewechselt werden muss (sagte mir ein TÜVler der das Fahrzeug auch fährt).

    Hi Michael, dein Prüfer hat zwar Recht, darf aber gar nichts anderes sagen ;)

    Beim 290er habe ich mir die Blattfedern für die Hinterachse auch einfach aus einzelnen Federlagen zusammengestellt. Da waren die Federlagen einfach verschraubt. Anstatt eines fertigen Herzbolzens hatte ich damals eine 10.9er Schraube genommen, deren Kopf ich auf der Drehbank so bearbeitet hatte, dass dieser gepasst hat. Schau dir einfach den Aufbau der Feder an. Da wird es eine oder zwei tragende Federlagen geben und die dritte greift erst relativ spät ein. Wenn die dritte Federlage aktuell keinen Beitrag leistet, macht es keinen Sinn diese rauszunehmen, sonst kannst du es versuchen.

    Wenn du einmal an die Federn gehst, würde ich allerdings gleich welche aus GFK nehmen. Die sind noch ein gutes Stück leichter.


    Gruß,


    Sebastian

  • Moin,

    ich will die Arbeit (obwohl ich mir das grundsätzlich zutraue und das früher an meinem MB T1 auch gemacht habe) in der Werkstatt machen lassen.

    Einen ersten Besuch hat es gegeben, eine Einschätzung auch. Dort hieß es, die dritte Lage könne heraus. Über die folgenden Optionen werden wir also nachdenken:

    a) Eine Lage heraus.

    b) Alles raus und ein neues zweilagiges Paket herein.

    c) wie b), aber Gfk.

    d) Optionen mit "Luftunterstützung".

    Ich bin gespannt.

    Gruß

    Michael

  • Moin... Luftfahrwerk hat viele Vorteile und wenn Du schon mal ranmusst würde ich mir das überlegen. Vielleicht sind Dir 2 Blattfedern zu weich / zu wenig und Du könnest mit dem Luftfahrwerk gegensteuern. Auch bei ungleicher Beladung hast Du die Möglichkeit auszugleichen... und wenn Du unters Carport musst einfach Luft raus :)


    Gruss

    Kapi

  • Moin,

    danke zunächst.

    Ich warte jetzt geduldig ab, was die Werkstatt rät und anbietet. Da ich entsprechende Fahrzeuge mit Luftfederung noch nicht gefahren bin, ich den Komfortgewinn daher nicht einschätzen kann und ich den aktuellen Zustand (bis auf das Hochstehen) für aushaltbar halte (da ich es nicht besser weiß....:ja), werde ich wohl eher zwischen a) - c) wählen.

    Gruß

    Michael

  • Den wirklichen Komfortgewinn hast Du mit einer Luftfederung, nicht mit einer Zusatzluftfeder, bei der Blattfedern drinnen bleiben. Da versprich Dir nicht zu viel davon.

    Trotzdem wäre das der Weg, den ich am Deiner Stelle gehen würde.

    „schwache“ Blattfeder rein und mit Zusatzluftfeder anheben.

    So fahren sehr viele Mobile sicher und passabel kompfortabel durch die Gegend.


    Gruß Rüdiger

  • Moin,

    ein weiteres Update: Die Zusatzlage ist heraus (hat nicht wenig gekostet.....:wein), aber das Womo steht jetzt fast gerade (hinten minus 7cm), und das sieht viel besser us.

    Gruß

    Michael

  • Moin,

    und ein nächstes Update nach den ersten Kurzfahrten:

    das Womo steht wie schon gesagt jetzt fast gerade. Allerdings (wie befürchtet) fühlt sich alles jetzt ein wenig rumpeliger an. Das ja möglicherweise auch deshalb, weil die Anschlagpuffer jetzt schneller anschlagen.... .

    Ich war dieser Tage für die erfolgreiche Wohnmobilzulassung auch auf der Waage und bin (natürlich) doch etwas schwerer als gehofft. Daher überlege ich (ohne zeitlichen Stress), ob ich an die Federn (und vllt die Felgen) noch einmal heran soll.

    Gedanken:

    Die beiden herausgenommenen + 1 Lagen (-18kg - bei der Wägung schon berücksichtigt)

    zwei Lagen sind noch drin: Beide Seiten zusammen ca. 50kg

    neue GFK Feder ohne weitere Unterstützung ca. 16kg, d.h. -34kg

    Umrüsten von Stahlfelge (12kg) auf Alufelge (10kg); - 8kg

    Also insgesamt ca. -42kg.

    Ob sich das (finanziell) lohnt, ist sicherlich eine andere Frage. Sehr viel andere Optionen habe ich nicht mehr, aber auch immerhin noch 230kg Zuladung (meine Kilos sind schon im Leergewicht enthalten, und der Tank war auch voll), und wir sind nur zu zweit unterwegs.

    Ich freue mich auf eure Gedanken dazu.

    Gruß

    Michael

  • Moin,

    ein Update nach dem Urlaub: Es sollen jetzt die GfK Federn herein.

    Ich habe mich mal unter das Fahrzeug gelegt und (weil die Federung manchmal durchgeschlagen ist) nach den Anschlagpuffern geschaut (die ja vor der Entfernung der Zusatzlage viel "Luft" hatten): Die liegen jetzt entweder an oder haben kaum sichtbar "Luft" zur Blattfeder.

    Das Netz und auch das Forum hier ist voll von verschiedenen Auffassungen von "die Puffer brauchen Abstand" bis zu "die Puffer sind Teil der Federung und dürfen anliegen".

    Daher die schwierige Frage: Sollen die Puffer beim Einbau der GfK Feder bleiben oder sollen kürzere herein? Gibt es überhaupt verschiedene Längen?

    Gruß

    Michael

  • Moin,

    ich hatte ja geschrieben (siehe # 9 + 10), dass das Womo jetzt fast gerade steht (Ziel 1) und das ich Gewicht sparen möchte (Ziel 2). Wenn ich diverse Beiträge richtig verstehe, hebt die Zusatzluftfeder das Fahrzeug an (das will ich ja nicht - Ziel 1) und sie schmälert die Gewichtsreduktion (das will ich ja auch nicht - Ziel 2).

    Daher würde mir in der aktuellen Situation eine Antwort zu # 11 helfen.

    Gruß

    Michael

  • Ist doch egal ob die Puffer Teil der Federung oder nur für den Anschlag da sind, welchen Sinn macht der Ausbau?

    Grüße
    Carsten

  • Moin.

    Am günstigsten sind Zusatzfedern von Kuhn (sollen eine ABE haben) oder Goldschmitt. Ab 285,00 € im Internet und mit handwerklichem Geschick selber zu montieren.

    Das Womo steht zwar hinten ca. 50 mm höher, aber das Poltern der Hinterachse ist Geschichte.

    Meine persönliche Erfahrung!!

    Wer einen Rechtschreibfehler findet, darf Ihn behalten........ ^^

  • Es geht bei der Zusatzluftfederung nicht nur um die Höhe sondern die Qualität des Fahrens. Kein poltern, aufsetzen auf die Federn und kaum noch querstellen bei Seitenwind.

    Du kannst wenn du stehst jederzeit die Luft auf null rauslassen und bist gerade.