e-Ducato als Wohnmobil

  • Hallo liebe Community,

    wir planen einen e-Ducato L4H3 40 (4,25 t zul. GG) als Wohnmobil umbauen zu lassen. Hat das schon jemand hier versucht und kann ggf. seine Erfahrung teilen?

    Danke und beste Grüße, Matthias.

  • Den Kasten wahrscheinlich oder den mit CargoBox?
    Ich habe auch mal damit geliebeugelt aber mich hält die fehlende Möglichkeit auf Stellplätzen/CPs Strom zu tanken (zumindest in D) davon ab.
    Ich wollte dann alles mit Strom betreiben (Kochen und Heizung) sollte mit den 110Kw möglich sein.

    Viel Spass und Glück beim Umbau ich werde beobachten :)

  • Nur komm dann ja nicht, daß du in dieses "ökologische" Fahrzeug eine stinkende Dieselheizung einbauen möchtest...;)

    Gruß Wolfgang

    Willst du, daß es perfekt wird? Dann mach es selbst

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  • Der Spaß ging auch an den Themenautor. Da hast du etwas falsch verstanden.

    Übrigens hatte ich direkt auf den ersten Beitrag geantwortet. Deshalb hab ich den TE nicht direkt angesprochen. Warum plötzlich dein Beitrag dazwischen kam, weiß ich nicht.;)

    Gruß Wolfgang

    Willst du, daß es perfekt wird? Dann mach es selbst

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  • Ist da was mit dem Zeitstempel passiert? Im Nachhinein sieht es nach kurzen 9900 Sekunden aus (also eher nicht gleichzeitig, aber ggf geöffnet und über 2,5h nicht aktualisiert?). Aber egal, zumindest ich hatte es richtig verstanden aber als "frotzeln mit fehlendem Smiley" verstanden.

    Gruß Markus

  • Hallo, interessantes Thema - ich meine nicht die Zeitstempeldiskussion.
    E-Auto fahren ist im Vergleich zu Verbrennern schon recht „geil“. Wer heute täglich E-Auto fährt fragt sich, wann auch das Womo elektrisch werden kann…Aber wie ist die Faktenlage?

    1. Der E-Ducato mit Batteriekapazität von 110 kWh hat eine WLTP Reichweite von 430 km. Was bedeutet das in der Praxis?
      Für einen ausgebauten schweren E-Ducato bei normaler Fahrweise „rate“ ich mal eine realistische Reichweite von 350 km. D.h. die Routenplanung erfolgt in ca 300 km Intervallen. Dann ist Laden angesagt, was je nach Ladeinfrastruktur auch mal länger dauert. Klar ist, das 1000 km Tagestouren unmöglich sind – und da ist für mich der Haken. Für Leute mit viel Zeit oder Freude am langsamen Reisen mag das passen, aber für mich als Worker mit abgezählten Urlaubstagen eher nicht.
    2. Elektrisches Heizen ist schon im Auto, da braucht man nix nachrüsten.
    3. Bei elektrisch Kochen setze ich mal ein großes Fragezeichen. An die 110 kWh Batterie kann man nicht mal eben einen high Voltage DC Anschluss friemeln und was abzweigen. Einzige Lösung ist aktuell von Fiat die 230 V Steckdose im Paket zu ordern. Ich tippe mal auf eine Absicherung mit +/- 2kW (im Prospekt steht nix), ob 2 kW zum Kochen reichen, muss jeder selbst entscheiden.
    4. Sollte man auf die Idee kommen, während des Campens mit Landstrom zu laden, so kann man das nur mit 230V machen. Je nach Örtlichkeit sind die Entnahmestellen mit 16A oder gar nur 10A abgesichert. Auch habe ich für Strom auf Campingplätzen bereits bis zu 1 €/kWh bezahlt. Da macht dann Laden während des Stehens überhaupt keinen Sinn mehr.

    Gruß vom Diesel Ducato und E-Auto Fahrer

  • Und das sind eher Sommerreichweiten. Wenn ich mir ansehe wie im Winter die Reichweite schrumpft, dann is nix mit längerer Tour ohne Tankstopp.

    Was macht der Ducato im Stand bzgl Verbrauch? Der Tesla meines Schwiegersohns entlädt sich von alleine bei längerem Stand im Winter (alles wird da irgendwie "notgewärmt" und im Betrieb gehalten). Ich habe ein E-Auto (Chinese), da ist nach 4 Wochen null Verbrauch zu erkennen (ausser das die 12V "Startetbatterie" etwas nachgibt aber da habe ich einen Schalter, um völlig zu trennen, eingebaut).

    Meine Schätzung liegt bei >>200kWh Akku um sinnvoll als Womo zu dienen und länger elektrisch Heizen ist da nicht drin.

    Brennwert Diesel: 90l ~900kWh

    Brennwert Propan: 2x11kg ~ 300kWh

    Man müsste schon gewaltig sparen um be el. Betrieb mit so wenig Energie auskommen zu können.

    Einfach mal die Verbräuche summieren für ne Woche. Per Solar wegen mir noch nachladen aber im Winter kommt da nicht viel. Und beim Fahren von Platz zu Platz wird ja nicht nachgeladen sondern verbraucht.

    Die Energiedichte von Diesel ist halt garnicht so schlecht (aber leider endlich).

    Gruß Markus

  • Wenn man sparen muss macht man das nicht, dann fährt man auch kein Wohnmobil.

    Wir sind Überwinterer im Süden. Wir fahren max. 200km am Tag, meist so 50km. das würde passen. Stehen dann drei-vier Tage und fahren dann weiter.

    Wenn man dann, mit richtig großen Modulen, 2 x 500 Watt und die aufständert, arbeitet kann das klappen. Wenn man schlechtes Wetter hat, noch nie länger als vier Tage hier erlebt, muss man an eine Ladestation, die in Spanien bei jedem Geschäft der Supermarktketten vorhanden ist.

    In Deutschland hätte das, gerade, in den letzten drei Monaten gar nicht geklappt. Da wäre man auf eine externe Ladeinfrastruktur angewiesen.

    Hängt also ganz stark vom Fahrprofil und der Jahreszeit ab.

    Spannendes Experiment!

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  • Hallo zusammen

    Das erklärt warum Reichweite beim Li immer noch ein Thema ist trotz des wesentlich besseren Wirkungsgrad eines eMotors.

    Energie Dichte
    Wasserstoff 33.30 KW/Kg
    Benzin 11.10 KW/Kg
    Diesel 11.90 KW/Kg
    LiFePO4 0.10 KW/Kg
    Bleiakku 0.03 KW/Kg

    Gruss Ditmar

    Fiat 250 , Carado T449 Bj.2019

    m.f.G.

    Ditmar

  • Hallo,


    ich fahre seit >3.5 Jahren Elektrisch mit dem PKW. Die Winterreichweite ist wirklich nicht gut, gefühlte 50% weniger.

    Sommerverbrauch ca 14kwh/100km, winter mindestens >20kwh/100km
    Eine Fahrt nach FR, zb Lyon ~800+ Km im Winter sind dann ca 4 mal stop am Schnelllader. Geht, mit PKW. Beim Verbrauch eines 3.5T Fahrzeugs eher nicht.
    Da ich im Wohnmobil Wert auf Autarkie lege, kommt im moment so eine Lösung nicht in Frage, leider.
    Diesel gibs an jeder ecke, Gas weniger. Ich bin mit DieselHeizung(4kw) zufrieden. Eine Flasche Gas (zum Kochen und ev der Wasserboiler) tut und hat mir noch keine Probleme bereitet. Die Lautstärke der Dieselheizung (EVO TOP 4000 unter dem Fahrzeug) ist ok, der Kompressorkühlschrank nervt mich da mehr in der Nacht.
    Bin bis -8C unterwegs gewesen, dass geht 1-2 Tage mit der Aufbaubatterie (aktuell noch die original 96Ah AGM) im Winter.
    Wenn ich mir aber vorstelle, alles mit Strom zu machen, wird es eng.
    Denn man kommt nicht mehr weg wenn die Batterie leer ist!
    Auch ein Aufladen an Landstrom, eventuell nur mit ~4kw, oje....das dauert ewig und ist nicht wirklich effectiv.
    Hätte gern eine Stromerlösung genommen/gebaut, aber leider noch nicht wirklich praktikabel.
    Vielleicht kommt da besserung mit neuen Batterie generationen.

    PS: In FR gab es wesentlich mehr Ladestationen als in DE, somit keine Probleme, stand letzes Jahr. Ich war mit Elektro PKW und Anhänger (Zelt) unterwegs vor 6/2024.

    Werde hier beobachten ob es jemand wagt das experiment in 2025 mit der aktuellen Batterie-Technik zu machen.

    mfG
    peter ;)

  • Wenn man dann, mit richtig großen Modulen, 2 x 500 Watt und die aufständert, arbeitet kann das klappen. Wenn man schlechtes Wetter hat, noch nie länger als vier Tage hier erlebt, muss man an eine Ladestation, die in Spanien bei jedem Geschäft der Supermarktketten vorhanden ist.

    Hallo, als großer Freund von EE wollte ich es nicht glauben – so habe ich mal gerechnet.
    https://de.sunware.solar/auslegung/tagesertraege
    Am Standort Madrid würde ein 100 Wp Solarmodul im Januar 126 Wh im Tagesmittel liefern. Bei 2x500 Wp dann 1,26 kWh. Nach 4 Tagen ~ 6 kWh. Das reicht für 50 km eher nicht. Ab Monat März könnte es klappen: 338 Wh*10*4= 13,5 kWh.

  • Ich stehe unterhalb von Alicante und mache mit, 720 Watt flach (Glas) und einem Flexpanel 100 Watt, jeden Tag über 2kWh.

    Wenn ich mein 100 Watt (FLEX) Panel auf 1kW skalieren macht das jetzt 3Kwh pro Tag.

    Mit gescheiten Modulen bin ich dann mehr. Für 50km braucht man, sagen wir mal 25kWh. Also 8 Tage volle Pulle aus PV mit nur einem kW.

    Dann fährt man halt noch zum Einkaufen und lädt noch Mal 30-45 Minuten.


    So unrealistisch ist das gar nicht!

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  • Jetzt sollte man aber wissen, ob man die Fahrzeug/Antriebs-batterie mit den Solarpanels laden kann.
    Bisher sind solche Lösungen leider rar am Markt. Ich kenne noch keines das es anbietet mit Niederspannung zu laden.
    Also nur Aufbaubatterie laden via Solar.

  • Danke Markus für die korrektur.

    War wieder mal zu schnell beim schreiben.

    LiFePO4 sehe ich allerdings eher bei 0.1 KWh/Kg als bei 0.2 KWh/Kg.

    Andere Li Akkus könnten schon eher an die 0.2 KW/h herankommen.

    Bei mindestens 30 KWh eher Richtung 35 KWh Verbrauch im Sommer und eine gewünschte Reichweite von realen >600Km kann man sich recht gut ausrechnen was alleine die Li Akkus wiegen müssten.

    Und das ohne das Fahrzeug das ja für das wensentlich schwerere Leergewicht ausgelegt werden muss. Da reicht auch ein bisheriges Maxi Fahrwerk nicht mehr.

    Wenn man dann noch eine Nutzlast von sagen wir >600Kg haben möchte ist es längst vorbei mit 3.5t Gesamtgewicht und all seinen damit verbundenen Nebenwirkungen.


    Ich bin eher der Fan von eAutos als Zweit oder Drittfahrzeug auf Kurzstrecke.

    Wenn man NICHT in der Stadt wohnt und seine eigene Solaranlage auf dem Dach hat macht es durchaus sinn.

    Nicht in der Stadt bei der Suche nach Feierabend nach einer gewerblichen Ladestation die man auch schnellst möglich verlassen muss wenn der Akku voll ist.

    Dabei wäre ein eAuto perfekt als Stadtauto auch der besseren Luft zuliebe.

    Gruss Ditmar

    Fiat 250 , Carado T449 Bj.2019

    m.f.G.

    Ditmar