Motorschaden

  • Hallo Rexi ,

    Der Tip mit dem schweißen hast Du schon in #10 bekommen.
    Wenn Du das Thema weiter verfolgt hättest, wäre es ja die Option gewesen, haben Dir immer wieder mehrere geschrieben. Aber Du hast dich ja entschieden einen neuen Motor einbauen zu lassen. Jetzt sagen hätte ich mal früher gewusst, das ist nach 140 Posts schon merkwürdig.

    Aber nur meine Meinung.

    Gruß Bernd

  • Hallo Rexi ,

    Der Tip mit dem schweißen hast Du schon in #10 bekommen.
    Wenn Du das Thema weiter verfolgt hättest, wäre es ja die Option gewesen, haben Dir immer wieder mehrere geschrieben. Aber Du hast dich ja entschieden einen neuen Motor einbauen zu lassen. Jetzt sagen hätte ich mal früher gewusst, das ist nach 140 Posts schon merkwürdig.

    Aber nur meine Meinung.

    Gruß Bernd

    Hallo Bernd

    ja zum einen hast Du recht, jedoch ist, wie ich geschrieben habe die Konstellation eine ganz andere. Motor eingebaut schweisst kein seriöser Mensch und das ist für mich der Unterschied.

    Auch die Werkstatt, mehrere hatten mir abgeraten und ermutert einen neuen Block zu kaufen, die wollen ja Geld verdienen, was ihr recht ist. Auch hätte mir keine Werkstatt eine Garantie gegeben, wenn der Motor geschweisst würde.

    Nochmals zum Verständnis, wenn jemand den Motor selbst und den alten ausbauen kann, dann jat er da wirklich eine gute undgünstige Lösung, unter der Voraussetzung das er ein spezialist ist im Schweissen, oder jemanden zur Hand hat.

    Denke jetzt kannst auch du mich verstehen.


    Gruss

    Paul

  • hallo,


    ich habe mal was kopiert und füge es ein. damit jeder sieht was es für eine wahnsinns arbeit ist guss richtig zu schweissen SO das es hält.und nicht nur zu ist.


    WORAUF SIE BEIM SCHWEISSEN VON GUSSEISEN ACHTEN SOLLTE

    Veröffentlicht am Dez 17, 2019 | Hermann Gottschlich

    Auch unter Profis gilt Gusseisen aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung (Eisen-Kohlenstofflegierungen mit einem Kohlenstoffgehalt von 2,5% bis 4%) und den enthaltenen Verunreinigungen in Form von Schwefel, Phosphor, Silizium und Mangan als ein Werkstoff, der sehr schwer schweißbar ist.

    Zudem haben auch Faktoren wie etwa das Alter des Materials oder die Temperatur einen elementaren Einfluss auf die Schweißeignung von Gusseisen. Eine weitere Herausforderung beim Gusseisen-Schweißen ist, dass der Kohlenstoff zudem in unterschiedlichen Formen vorliegen kann.


    UNTERSCHEIDUNG NACH GRAFITAUSBILDUNG

    Nach der Grafitausbildung werden die folgenden Formen unterschieden:

    • Gusseisen mit Kugelgrafit
    • Gusseisen mit Lamellengrafit (Grauguss)
    • Temperguss schwarz
    • Temperguss weiß

    Grundsätzlich lässt sich Kugelgrafit, das auch duktiles Gusseisen genannt wird, leichter verarbeiten, da es eine größere Zähigkeit aufweist als Gusseisen mit Lamellengrafit. Wie der Name schon sagt, ist das Grafit beim Kugelgrafit eben kugelig. Die Gefügematrix kann dabei ferritisch, ferritisch-perlitisch, perlitisch oder bainitisch sein. Zum Einsatz kommt es vor allem dann, wenn nicht nur eine hohe Festigkeit, sondern gleichzeitig auch eine hohe Zähigkeit benötigt wird. Beim Lamellengrafit hängt die Festigkeit des Werkstoffes von den Faktoren Wanddicke, Grafitgehalt und Verteilung ab.

    Diese Gusseisensorte zeichnet sich in erster Linie durch ihre gute Gießbarkeit sowie Wärmeleitfähigkeit aus und dämpft zudem Schwingungen sehr gut ab. Aufgrund seiner Sprödigkeit verfügt dieses Gusseisen allerdings nur über eine geringe Bruchdehnung (ca. 1%). Anwendung findet Lamellengrafit unter anderem bei der Herstellung von Maschinengehäusen, es ist aber auch für sehr komplizierte und feine Formen gut geeignet.

    Beim Temperguss unterscheidet man zwischen weiß und schwarz. Während der schwarze Temperguss rund 20 Stunden lang bei einer Temperatur von 950 bis 1000°C geglüht wird und dabei der Ledeburit in Austenit und knotenförmigem Grafit zerfällt, wird der weiße Temperguss in einer oxidierenden Atmosphäre mitunter länger als 150 Stunden lang bei 1050°C behandelt, um nicht nur den Ledeburit wie oben beschrieben aufzuspalten, sondern dem Werkstoff außerdem Kohlenstoff zu entziehen. Auf diese Weise entsteht ein rein ferritisches Randgefüge ohne Grafit und mit einem sehr geringen Kohlenstoffanteil (mitunter 0,3%), was wiederum zu verbesserten Schweißeigenschaften führt. Diese Tempergusssorten werden unter anderem im Druckgerätebereich eingesetzt.


    UNTERSCHEIDUNG NACH ERSTARRUNG UND ZÄHIGKEIT

    Nach der Art und Weise der Erstarrung unterscheidet man zwischen weißem oder schwarzem Gusseisen; zu den weißen Sorten zählen Stahlguss und Temperguss – zu den schwarzen gehören Grauguss und Kugelgrafitguss. Während Stahlguss und Kugelgrafitguss zäh sind, zeichnen sich Grauguss und Temperguss durch ihr sprödes Zähigkeitsverhalten aus.


    EINIGE GRUNDREGELN BEIM GUSSEISEN-SCHWEISSE

    Bei der Verarbeitung dieses Werkstoffs sollten einige Aspekte und Regeln berücksichtigt werden, um einwandfreie Ergebnisse zu erzielen. Um etwa zu verhindern, dass das Werkstück hart und spröde (weißes Gusseisen) wird, sollte das Gusseisen vor dem Schweißen gehärtet und danach langsam abgekühlt werden.



    HIER EIN PAAR TIPPS ZUM RICHTIGEN UMGANG MIT GUSSEISEN

    • Grundmetall oder Risse gründlich reinigen und von Öl und Rost befreien
    • Ein Schweißfuge öffnen und gründlich reinigen (schleifen)
    • Scharfe Ecken und Kanten vermeiden
    • Gusshaut im Nahtbereich entfernen
    • mit dem kleinstmöglichen Durchmesser beginnen zu schweißen
    • beim Einsatz einer Elektrode mit der gleichen chemischen Zusammensetzung oder mit einem Acetylen-Sauerstoff-Schweißgerät sollte das Werksstück vorgewärmt werden (bei ca. 600°C) – beim Einsatz von Schweißelektroden mit Nickelgehalt bei 300 bis 350C° vorwärmen
    • Risse mittels Farbeindringprüfung genau lokalisieren
    • beim Schweißen von Rissen Stopplöcher an den Rissenden bohren
    • Risse von der Rissmitte nach außen schweißen
    • das geschweißte Werkstück langsam abkühlen lassen
    • Schlackenreste entfernen


    FAZIT GUSSEISEN SCHWEISSEN

    Auch Gusseisen-Werkstücke lassen sich gut schweißen. Um einwandfreie Ergebnisse zu erzielen, ist es allerdings wichtig, den vorhandenen Werkstoff genau zu analysieren und die entsprechenden Grundregeln zu beachten. Wir hoffen, dass dieser Blogbeitrag Ihnen dabei hilft und es ein Stück weit vereinfacht.

    Geballte Information zu allen Schweißverfahren erhalten Sie auf unserer Mega Seite Schweißtechniken.



    alleine zum aufheizen des motorblocks musst du ihn komplett zerlegen.


    dann hat der block eingesetzte büchsen. die sind geklebt. der kleber verbrennt mit sicherheit.


    also müssen diese neu eingeschliffen werden und neu verklebt


    dann kannst du wieder den motor zusammenbauen.



    paul macht es schon richtig. billiger ist dies auch nicht wenn es richtig ausgeführt wird. alles andere ist gebastel und nicht von dauer.


    das einzige was gehen würde wäre ein rumpfmotor. aber da sparst du auch nichts.


    einen motor kauft man aus gewährleistungsgründen immer komplett.


    was denkt ihr wievielen es schon passiert ist das die alten düsen eingebaut wurden und dann war der motor schon wieder hinüber!


    grüsse

    franz

  • Hallo,

    ob man den Motor schweissen kann oder nicht: Ist der nicht auch für jemanden interessant, bei dem z. B. der Zahlriemen gerissen ist und dann u.U. der Zylinderkopf überarbeitet werden muss, incl. Ventile etc. ?

    VG

    Markus


    Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie Wolken schmecken. ( Text : Carlo Karges der Gruppe "Novalis" )

  • [...] sollte das Werksstück vorgewärmt werden (bei ca. 600°C) – beim Einsatz von Schweißelektroden mit Nickelgehalt bei 300 bis 350C° vorwärmen.

    Franz, muss ein Block nicht sowieso neu gehont werden, wenn der solche Temperaturen gesehen hat.

    Danach kann doch niemand mehr garantieren, dass die Laufbuchsen und die Lagergasse noch maßhaltig sind.


    Gruß,


    Sebastian

  • hallo,


    das ist schon richtig so. aber diese büchsen sind eingeklebt.wenn die nur reingesteckt sind , das gibts auch, dann nur ziehen und neue rein. aber die geklebten gehen nahezu nie raus. und da werden die dann ausgefräst.

    ich hatte mal einen chrysler voyager mit diesel von VM. da war ein zylinder hinüber. ich habe mir dann ein werkzeug gebaut und

    die büchse rausgezogen und neu mit dichtring eingesetzt.



    grüsse

    franz

  • Genau. Das Schweißen geht fachgerecht meiner Meinung nach nur, wenn das Bauteil einzeln vorliegt. Also der Motor wirklich komplett zerlegt ist. Alles andere kann mehr Schaden verursachen.


    Vorausgesetzt natürlich der Schaden lässt so eine Reparatur überhaupt zu.


    Das ist hier schon was anderes wie schnell mal an Nachbars Ladewagen ein Gussteil mit Edelstahlelektroden/-Draht hinzubrutzeln. ;)

  • Dass sowas funktioniert, das zeigen ja z.B. Schiffsmotoren, die nicht einfach mal auszubauen sind.


    Aber, so denke ich, ist das nicht einfach nur eine Sache von Technik, sondern eben auch eine Frage des Bauchgefühles. Also so ein wenig -altes Wissen -, vergleichbar mit Schmieden und Härten. Da brauchst Du ein Auge für die Farbe von Flamme und Stahl, wie auch den Zeitpunkt zum Härten, damit der Stahl seine Form behält und nicht rissig wird.


    Heute tauscht man lieber aus, weil diese Eigenschaften kaum mehr gefragt sind und aussterben…😢

    Gruß Jerome

    ........ich habe einen Kumpel, der kann das. Wenn er denn anfängt zu schweißen, dann hört er dir nicht mehr wirklich zu, er ist dann im Material versunken. Er kann auch Alu und Titan schweißen. So einen Fachmann braucht man dann. OK bis später Viki

  • ........ich habe einen Kumpel, der kann das. Wenn er denn anfängt zu schweißen, dann hört er dir nicht mehr wirklich zu, er ist dann im Material versunken. Er kann auch Alu und Titan schweißen. So einen Fachmann braucht man dann. OK bis später Viki

    Guss Schweißen ist was ganz (!!!) anderes wie Alu und Titan. Das kannst nicht vergleichen. Das ist so ein alter Mythos, dass Alu nicht bzw. nur schwer schweißbar ist. Mit dem richtigen Gerät geht das problemlos und das gibt’s inzwischen für ein paar hundert Euro für jeden Heimwerker.

    Professionell und/oder spezielle Legierungen wie bei Fzg.-Rahmen, Luftfahrt, Tanks usw. ist wieder was anderes.

    Überall ist natürlich das Können, Wissen und richtige Werkzeug Voraussetzung. Allerdings reicht das bei Guss nicht aus, sondern die Vor- und Nachbereitung sowie die Bedingungen beim Schweißvorgang sind da das Problem. Aufheiz-/Abkühlzeiten, Temperatur des Werkstücks, dementsprechende Wärmequellen/Öfen, Abhämmern, usw.. Das ist kein DN50 Gussrohr was man schnell mit der Gasflamme heiß macht und dann unter ner Arbeitsjacke abkühlen lässt…

    Deshalb absolut nicht vergleichbar.

    Auch nicht mit Schiffsmotoren. Da reden wir u.a. von ganz anderen Materialstärken und den damit Verbundenen anderen physikalischen „Verhaltensweisen“ des Materials.


    Aber das wurde in diesem Thema nun schon oft genug erörtert. Eingebaut geht nicht und wenn, dann ists nicht fachgerecht bzw. Pfusch und hält nicht bzw. man macht mehr kaputt als gut.

  • hallo,


    ich habe mal sämtliche schweisserscheine gemacht. mig/mag , wig, rohrschweisserprüfung für gasrohre usw usw usw. ich habe auch schon kupfer geschweisst und sogar geschafft kupfer mit edelstahl zu verschweissen. auch alu kann ich schweissen.

    guss habe ich auch schon geschweisst. aber natürlich wurde vorher keine materialprobe gemacht. einfach die vorhandenen guss elektroden genommen und geschweisst. etwas vorgewärmt und nähte ausgeschliffen. ABER das waren teile die waren fast 15mm dick. unten 3mm gerade gelassen und den rest V-förmig ausgeschliffen. die 3mm schweissen sich durch. und auf einen vorgehaltenen material zu schweissen begonnen , das wird dann abgetrennt, so das beim hauptsächlichen material die optimale hitze vorhanden war.

    ob es gehalten hat ! seinen zweck erfüllte es. aber ehrlich, ein neues teil wäre billiger gewesen aber wir waren auf einer baustelle und keiner wusste wo das teil holen.


    wenns einer kann und er hat zeit , dann noch die büchsen machen ( die musst du machen lassen ) ,dann könnte er es vagen. aber da entstehen schon hohe kosten. büchsen , dichtungen usw und viiieeeel zeit.


    wenn du es machen lassen musst , wie hier , keinesfalls günstiger als ein neuer motor.du musst den kompletten motor zerlegen und wieder zusammenbauen.und dann solltest du auch noch den Z-kopf überholen lassen und überall neue lager einbauen.schleifen brauchts da noch nichts ausser es wäre ein lager zu heiss gewesen.dann wirds noch ungünstiger.die kolben reinigen und neue kolbenringe.da ist ein neuer motor auch nicht teurer. eher günstiger und besser !


    wenn einer probieren will mit den hier vorgeschlagenen mitteln, kann er , aber es wird nicht halten.nicht vergleichbar mit motoren die sehr dickwandig sind und sehr langsam laufen.

    das ist ein motor der auch mal bis auf über 4000 gedreht wird und nicht tuckert mit 800 oder 1000 U/min !


    ich könnte mir eine lösung vorstellen die eventuell halten könnte. ich schreibs nicht um nícht noch mehr diskussionen hier zu entfachen.


    von sich aus macht er das richtige.


    grüsse

    franz

  • Es gibt noch andere methoden als Schweissen. Im Rennsport wird sogar vieles an Blöcken repariert ohne zu schweissen und die dinger drehen ein bisschen höher und sind am Limit, nicht wie ein Ducato Motor, aber das habe ich erst jetzt erfahren.

    Hinterher ist man immer schlauer und weiss bedeudent mehr.

    Hätte ich mich gleich an die ETH Zürich gemeldet, dann hätte ich die Lösung ohne schweissen gehabt..


    Jetzt ist es halt wie es ist. Mein Fahrzeug kriegt einen neuen Block und ich habe kosten um die 10000, abhacken und ende.

    Ich verkaufe den ausgebauten Rumpfmotorblock, dann habe ich noch etwas an meine Kosten.

    Aber ich werde sicherlich den Motorblock nicht verschenken für ein paar hundert EURO, da gibt es zu viele interessenten.

  • Ich würd mal sagen, dass dieser Threat offen gelassen wird…


    rexi29

    Das jetzt wäre doch mal eine Studie zum Thema Motorblock Risse schließen.

    Halte doch zu dem zukünftigen Erwerber Kontakt, dann sehen wir ja, was derjenige dann wo und wie gemacht hat.


    Gruß Jerome

    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten...

  • Hinterher ist man immer schlauer und weiss bedeudent mehr.

    Hätte ich mich gleich an die ETH Zürich gemeldet, dann hätte ich die Lösung ohne schweissen gehabt..

    kleiner Tipp für die Zukunft für Anfragen im Forum...

    Zitat

    ....nicht zu Schmidtchen gehen, sondern zu Schmidt

    rät Volkmar

  • Hier noch ein paar Bilder, der Riss ist nicht sichtbar aber auf einem Bild mit kreide weiss markiert.

    Wer möchte den haben? Vorstellung EURO 850 mit 66000 KM

    Mal abgesehen davon, dass ich mit dem Motor nur bedingt etwas anfangen könnte:

    Warum reparierst Du ihn nicht und verhökerst den dann (oder lässt ihn reparieren)? Ich frage vor dem Hintergrund, als dass Du nun ein Reparatur-Möglichkeit - wenn auch zu spät - entdeckt hast. Darüberhinaus würde mich diese Reparatur-Methode schon sehr interessieren - hast Du einen Link?

    Mit freundlichem Gruß aus'm Pott


    Glückauf-Ralf