Gel Akku durch Lifepo4 ersetzen Was muss Umgebaut werden

  • was muss ich ev Umbauen kein Solar und kein Booster vorhanden Schöne Grüsse turi47

    'Die etwas andere Meinung':

    Ohne genauere Angaben, wie z.B. das Trennrelais bisher gewerkelt hat, wie groß die Li werden soll, würde ich da überhaupt nichts sagen.

    Eine Li ist wesentlich niederohmiger als eine Blei-Batt. Ergo kann da mehr Strom fließen, ergo kann da das Trennrelasi, falls z.B. im EBL verbaut, sich in Einzeleile auflösen etc. .

    Und einen Booster braucht es normalerweise (bei 'unintelligenter' LiMa) überhaupt nicht, wenn das Trennrelais ca. 60A abkann und die Leitungen nicht gerade 10mm2 sind und nicht zweimal quer durchs WoMo gehen und die LiMa raucht da auch nicht ab.

    Man muß keine speziellen Li-Zusatzgeräte kaufen, da man 'üblicherweise' mit den Blei/Gel-Einstellungen (ohne Desulfatierungslauf, natürlich) bestens bei max. 14,4 Volt bei den meisten Zusatzgeräten hinkommt. Nur nicht von dem YouTube-Gequatsche irritieren lassen.

    Grüße Günter

    Karmann Davis, 2.3L

  • Ich lese jetzt (und schau YT) seit rund 5 Jahren alles mögliche über die tollsten Einbauten.

    Ergebnis: Wenn einfach Li Akkus rein sollen (bzw. einer) einfach einbauen und den Lader (hier EBL) einfach auf Blei Akku stellen; weg von AGM!

    Soll einfach gehen!

    Fiat Ducato III 250, 130Multijet, 131PS, EZ: 04.2007

    Motor Iveco F1AE0481N

    6 Gang Schaltgetriebe

    Dethleffs Aufbau T6401

    KM Stand 07.2020 = 43000km

  • Das Dokument was Du verlinkt hast ist aus 2017.

    Mein CBE 510/516 aus dem Jahr 2013 macht diese Desulphation Phase mit 15,2V nicht.

    Kommt anscheinend immer auf das Baujahr an

    ich werde es einfach mal bei Gelegenheit nachmessen.

    Beste Grüße vom Tobi

    unterwegs mit 250er Schalter 2,3 l 160PS, 4,4to heavy von 04/2020 mit Knaus LiveWave 700MEG Aufbau :)

  • Das heist Hybridsystem.

    Hallo Dieter, ich wills nicht bis auf das letzte Komma ausdiskutieren, aber nicht alles was Firmen produzieren ist auch sinnvoll.

    Zu deinem Beispiel. Du entlädst dein Hybridsystem mit einer bestimmten Enegiemenge, soweit sogut (das ist jetzt soweit das selbe wie bei einem "nicht Hybridsystem"). Aber danach wenn die Last weg ist, verbrennst du weiter Energie um eine deiner schwachen Energielieferanten (AGM) wieder auf ein höheres Enegieniveau zu bringen (bei einem System mit gleichartigen Energiequellen fällt das weg).

    Mehr muss ich dazu nicht sagen.

    Gruß Markus


    Nachsatz

    ... ist das nicht gut ...

    Ist mehr Energieverbrauch nun gut oder nicht?

  • Aber danach wenn die Last weg ist, verbrennst du weiter Energie um eine deiner schwachen Energielieferanten (AGM) wieder auf ein höheres Enegieniveau zu bringen (bei einem System mit gleichartigen Energiequellen fällt das weg).

    Da wird nicht verbrannt, der Strom geht nur von der Lithium in die AGM.

    Aber die Frage ob AGM und Lithium parallel arbeiten können, ein klares ja.

    Die Lithium mit 200 Ah wiegt 16 kg und steht unter der Seitensitzbank, die beiden AGM mit 55 kg unter den Beifahrersitz.

    Habe ca. 300 Ah zur verfügung.

    Wenn die AGM ihr Ende erreicht haben werden sie auch gegen Lithium getauscht.

  • Zitat
    Ich habe zwei 92 Ah AGM mit einer 200 Ah LiFePo4 parallel laufen.

    In meinen Augen macht diese Kombination nun wirklich keinen Sinn, auch wenn Hymer das anbietet, denn die wollen ja nur unser Bestes :-).

    Warum zwei 92 Ah AGM, die gleiche Leistung bekommen ich mit einem 100 Ah LiFePo4 Akku bei weniger Gewicht hin. Ok der Preis von LiFePo4 ist um einiges höher, aber die Lebensdauer ist auch wesentlich höher. Diese Konstellation würde ja bedeuten das man einen Akku mit 300 Ah hat, braucht man so etwas wirklich??

    (Nur mal so nach dem Sinn gefragt.)


    Wenn ich schon auf LiFePo4 umrüste, warum will ich mir dann noch die Problem "aufladen" die ich durch Kopplung zweier völlig unterschiedlicher Akku-Technologien einfangen könnte, als Beispiel nenne ich hier mal Ladekurven, Ladezeiten, Selbstentladung und ähnliches.

    Ein LiFePo4 hat keine Probleme einen 1500 oder 2000 Watt Wechselrichter zu versorgen, wozu dann noch einen AGM Akku???


    Zitat

    Da wird nicht verbrannt, der Strom geht nur von der Lithium in die AGM.

    Dann wäre das die erste verlustfreie Wandlung oder Übertragung und das kann ich nun wirklich nicht glauben!

    Freundliche Grüße, Harald

    (Alles in Ordnung, deshalb all_clear)

  • Strom liefert eine LiFePO4 auch bei -20°. Nur laden geht nicht. Aber bei -20° im Womo muss man schon Überlebenswillen zeigen. Ich habe es da gerne wärmer. Und wem die -20° nicht reichen, der nimmt die Y-Dotierung dazu. Da kann man dann bis -45° entladen und laden bis -20°.

    Alles natürlich bei reduzierter verfügbarer Energie, aber die AGM ist da auch schon ziemlich schwach.


    Ich habe übrigens festgestellt, dass eher die schlauen Ladegeräte nicht laden wollen wenn es kalt ist und die Batterie geladen wird wenn wann den Temperaturfühler etwas anwärmt (OK ich habe welche mit Y).

  • Diese Konstellation würde ja bedeuten das man einen Akku mit 300 Ah hat, braucht man so etwas wirklich??

    (Nur mal so nach dem Sinn gefragt.)

    Ja definitiv, man kann nie genug Reserve haben.

    Wenn man z.B. ohne Stromanschluss irgendwo ein paar Tage steht, kein Solar hat (oder schlechtes Wetter ist) kann der Akku eigentlich nicht groß genug sein.

    Ich habe 200 Ah und bin schon oft an die Grenze gekommen.

  • Hallo!


    Da wird nicht verbrannt, der Strom geht nur von der Lithium in die AGM.

    Zum Teil doch. Zunächst wird die Energie unter Verlusten in die Lithiumbatterie eingelagert. Dann wird sie dort wieder rausgezogen und unter erneuten Verlusten in die AGM eingelagert.


    Aber zumindest als Übergangslösung kann man das schon so machen. Und ich weiß auch, dass einige Hochseesegler das ganz bewusst so machen. So haben sie eine altmodische, rein chemische Notfallstromversorgung, die ohne jede Elektronik auskommt.


    Ich habe es allerdings nicht so gemacht, bei mir sind die beiden ab Werk verbauten Gelbatterien rausgeflogen und 1:1 durch LiFePO4s ersetzt worden. Bei mir stehen die Batterien aber im beheizten Doppelboden. Die eingebauten Heizfolien dienen wirklich nur als allerletzter Notnagel. Der Preisunterschied zur gleichen Version ohne Heizfolie war auch nur umgerechnet 50 €, das war es mir wert.


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Frage: AGM Einstellung beim Booster und 14,4V Ladeschussspannung?

    Kommt auf deinen Booster an.

    Heißt AGM bei deinem Booster 14,4 oder 14,7 Volt? Letzteres wäre für die Li nicht so toll

    Generell sollte die Ladeeinstellung gewählt werden, welche die kürzeste Absorptionsphase hat.

    Wichtig ist nach dem Vollbrettern die Spannung zügig zurück zu nehmen - Ladeerhalt.

    Beste Grüße
    Trashy
    Diesel - Kraft durch Feinstaub :klatsch Fridays 4 Hubraum!!

    Carado first - we make caravaning great again :)

    ZgM 3850 VA 1950 HA 2240 - 200Ah LiFeYPo4 mit REC Active BMS - passiv Balancing war gestern:wink

  • Moin,


    mein Bruder & ich haben uns gestern auch je einen Satz 240Ah LiFEPO4 beim Ali bestellt.

    Bei mir werden die Zellen ans BMS & dann direkt an den EBL Lader gehängt. Wahrscheinlich wird es bei mir ein BMS, was gleichzeitig eine Batterieheizung mit ansteuern kann.

    Da kann die Li-Batterie ins Heck, wo die originalen Zellen gesessen haben.

    Alles, was ich in dem Rahmen anfasse, wird auf 120A ausgelegt, auch wenn in der Realität sicher wesentlich weniger fließt.


    Bei meinem Bruder werden die Zellen im Toyota Pro Ace unter einen der Sitze gelegt. Stehend hätte man dort nicht die halbe Kapazität unter bekommen. Die zweite Sitzkonsole wird wahrscheinlich für die übrige Elektronik verwendet.


    Ich bin mal gespannt, wie es läuft.....



    Grüße,


    Sebastian

  • Kommt auf deinen Booster an.

    Heißt AGM bei deinem Booster 14,4 oder 14,7 Volt? Letzteres wäre für die Li nicht so toll

    Generell sollte die Ladeeinstellung gewählt werden, welche die kürzeste Absorptionsphase hat.

    Wichtig ist nach dem Vollbrettern die Spannung zügig zurück zu nehmen - Ladeerhalt.

    Hab doch geschrieben 14,4 V


    Ob ich die 300 A brauche, eigentlich nicht, habe die Zellen, den Platz und die Lust am Bauen gehabt.

    Ich habe auch kein Solar, brauch ich nicht.

    Ich würde auch locker mit den AGMs auskommen, wir sind im Winter nie unterwegs.

    Wir stehen auch nie frei oder auf SP, immer auf Campingplätze.

    Ich wollte sehen ob die Recht haben die so ein Hybrid benutzen, ja sie haben Recht,es funktioniert, die beiden Systeme tun sich gegenseitig absolut nichts..

    Und wenn ein bischen Strom flöten geht wenn die Lithium die AGM versorgt , interessiert doch nicht die Bohne.

    Habe noch eine 125 Ah LiFePo4 mit 150 A BMS hier stehen, die hat Zellen die sind niedriger, passen stehend unter den Sitz,

    vielleicht schmeiß ich eine AGM raus und stell die 125 Ah Lithium unterm Sitz daneben und die 200 Ah ganz raus.


    Mal sehen, der Winter ist lang und der Lockdown kommt :whistling:

  • Guten Tag noch eine Frage Für den Innenraum hab ich 2 Agm a95 Ah undjetz lese ich eine 100 Ah LifePo4 Hatt die Leistung wie 2 Gel Batterien da würde ja eine Reichen???? Wir sind meistemns auf Cp und selten lönger ohne Landstrom . ich binn noch unentschlossen ob wieder 2 Gelbatterien oder lifepo4. Werde mal Campingfreunde Fragen . schöne Grüsse turi47

  • Mit 2 x 95er AGM kannst du in fabrikneuem Zustand theoretisch 190 Ah entnehmen. Allerdings ist damit eine sehr starke Alterung des Akkus verbunden und wegen Unterspannung würde ein Teil der Geräte nicht mehr funktionieren. Sinnvollerweise wird daher die ohne Schädigung entnehmbare Ladungsmenge auf etwa 50% reduziert. Ohne übermäßige Schädigung/Alterung der AGM Akkus kannst du etwa 90 - 100 Ah entnehmen


    Bei einem LFP Akku ist ohne Schädigung des Akkus eine Ladungsmenge von etwa 80 - 90% der Nennkapazität entnehmbar. Aus einem 100 Ah als dann etwa 80-90 Ah


    Deswegen kann man davon ausgehen, dass in vielen Fällen eine Kapazität von 100 Ah LFP genügt um 2 x 95 Ah AGM zu ersetzen.


    Wer immer nur zwischendurch mal ohne "Landstrom" übernachtet und die meiste Zeit auf einem CP/SP mit Stromanschluss steht, dem genügen die 100 Ah LFP Akku problemlos

  • Meine Meinung: Wenn man aus 2 neuen 95Ah Batterien 190Ah entnimmt, geht das nur bei sehr kleinen Strömen (wenn es überhaupt geht) und man macht das nur wenige Male. Tiefentlandung tut der Batterie nicht sehr gut. Bei Blei fängt Tiefentladung bei bei 50% an und ist bei 30% (Restladung) schon sehr sehr fortgeschritten. Bei LiFePO4 kann man weiter Entladen und da ist 30% wohl noch nicht so kritisch wie die 50% von Blei.

    Wenn man z.B. vergleichen will welche Energie man aus beiden Typen heraus bekommt (bei tiefen Temperaturen muss man genauer hinschauen) kann man überschlägig so rechnen: W=Ah*V*x für Blei setzt man für V=12,5V und für x=1-50%=0,5 ein und für LiFePO4 V=13V und x=1-25%=0,75 ein. Für Ah setzt man den Wert auf der Batterie an.

    Nach dieser Formel würde ich die 190Ah Blei durch 120Ah LiFePO4 ersetzen, wobei man da bei stärkerer Belastung bei LiFePO4 mehr herausholt oder eben weniger Verschleiß erzeugt