Fund in der Ölwanne! Das große Teileraten...

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  • Hi,


    der Öldruck sollte bei Leerlaufdrehzahl nicht unter 1 bar fallen.

    Wenn der Öldruck je nach Drehzahl bis auf 2,5 bis 3 bar steigt, ist das m. E. völlig ausreichend.

    Vielleicht solltest Du auf 20 W 50 umsteigen, damit der Öldruck recht hoch bleibt.

    Und, wie schon von Mike004 geschrieben, einfach fahren.

    LG Cerberus


    Nichts ist so beständig wie der Wandel ( Heraklit von Ephesus )

  • Ja, 20w50 ist schon drin, wenns warm ist, kommt er kaum über 1,5 bar, im Standgas deutlich unter 0,3bar.

    Habe ein Video gefunden, sieht wirklich nach einer Einstellscheibe aus. Was auch nicht hilft. Aber vielleicht fürs wissenschaftliche Interesse:

  • Hallo Bumfidel,


    ich nehme an daß der Verschluß ( wie auch immer ) des Löchleins im Ölkanal max. 0.2bar

    Öldrucksteigerung bringen würde.

    Das Problem "deines" niedrigen Öldruck´s hat wohl eine andere Ursache,

    ( eher km-Leistung und / oder "ausgelaufene Lager ) der man ohne grösseren Aufwand

    leider nicht auf die Schliche kommt.


    Vielleicht kommen ja noch konstruktive Ideen von den Motorenprofi´s ?

    Gibt es bei manchen Ducato-Motoren Ölpumpenverschleiß ?

    Kann es mit im Ölkreislauf befindlichen Abriebteilen des "gemixten" Shims zusammenhängen ?


    Bei einem derart niedrigen Öldruck währe mir jedenfalls auch etwas bange.


    Gruß Mike

  • Hallo

    Das Ölfilter sitzt im Haupstrom da kommt nixx in der Kreislauf!

    Bei und hatte mal ein 6 Zylinder sein Schwallblech in der Ölwanne entsorgt!

    Auch wir wollten den Motor komplett reinigen, der Hersteller hat uns nur das Reinigen der Ölwanne mit neuem Schwallblech und einen neuen Ölfilter erlaubt.....und der Motor lief weiter!!

    So long KH

  • Ja, gibt es alles, Pumpenverschleiß, usw. Das "Löchlein" hat rund 5mm im Quadrat (am Foto gemessen, Öler hat 17er Schraube).

    Mal sehen, was ein hauptgewerblicher Motorinstandsetzer dazu sagt. Wenn man sich ernsthaft drum kümmert, ist es ja auch kein Problem, die Pleuellagerschalen gleich mitzumachen.

    ... sonst muss wohl ein PKW immer mitfahren, um einen zur Not nach Hause zu bringen... ist auch kein Urlaub, irgendwie..

  • Also entweder du hast das immer im Nacken dass er dir jederzeit mit einem Lagerschaden liegen bleibt, oder du lässt das anständig machen. Anständig ist Kurbelwelle raus, Pleuellager und Hauptlager neu, die Oldüse ersetzen, das Loch schweißen. Dann die Ölpumpe kontrollieren und ggf ersetzen und sich an fröhlichen 5 bar warm mit 10W40 erfreuen.


    Ob die KW eingebaut raus geht bei dem Motor weiß ich nicht. Eine Schinderei wäre es auf jeden Fall. Und da der Motor ratzfatz draußen ist wäre das wohl sinnvoller. Gibt so einiges was man dann gleich mitmachen sollte weil man schon dran kommt.


    So wie es jetzt ist wird es halt immer schlimmer werden. Die Lager werden immer schneller verschleißen, gerade wenn er im Leerlauf tuckert.

    Grüße, Sebbi
    ______________
    Gesendet von meinem myPhone mit TalkABull.

  • Sobald man in sein Fahrzeug steigt und losfährt, begibt man sich mutwillig in eine Situation. Es kann bei jedem Fahrzeug, ob alt oder neu etwas passieren. Die Alternative ist für den TE, oder eigentlich alle Besitzer älterer Fahrzeuge, das Fahrzeug stilllegen. Würde ich definitiv nicht machen.


    LG Thorsten

  • Der Vollständigkeit halber:


    Der Motorinstandsetzer sagt: "irreparabel" und bietet neuen Basismotor für 2.700 € an. Der Ein- und Umbau kostet dann auch nochmal 2.700€. Zuzüglich Steuer versteht sich.


    Uff!


    Ich habe eine Woche drüber geschlafen und dann tatsächlich beschlossen, eine M5 Madenschraube zu montieren.

    Beim Gewindeschneiden zeigt sich dann: die ist zu dünn... Also doch M6. Noch schnell selbst eine Madenschraube M6 (Stahl) geschnitzt und mit grünem Locktite eingekleistert. Grünes Locktite, weil das rote schnell nur in riesigen Gebinden zu kriegen war und das grüne eine geringfüg höhere Temperaturstabilität hat.

    Dann sah das ganze so aus:



    Und siehe: der Öldruck kommt bei warmen 20W50 im Leerlauf auf souveräne 0,7 bar und auch während der Fahrt liegt er deutlich über 2 bar und steigt bei hohen Drehzahlel auf 4 bar.


    Hurra!


    Damit sind wir dann zitternd und zagend rund 2500 km gefahren und der Öldruck blieb stabil.

    Aber die Wasserpumpe ist dann leider verreckt.... Aaaargh!

    na gut, das dann auch noch.


    Beim Gewindschneiden war mir aufgefallen, dass auch bei M6 nur wenig "Fleisch" für das Gewinde vorhanden zu sein schien, was einen nicht wirklich ruhig fahren lässt.

    Jetzt habe ich zur Stabilisierung und Dichtung von vielleicht vorhandenen kleinen Löchern neben der Schraube noch JB-Welding drüber geschmiert.

    Nun sieht es so aus:


    Dann wieder auf 10W40 gewechselt und 2500 km gefahren - die Öldruckwerte unterscheiden sich kaum - auch nicht bei Gebirgskletterpartien.


    Fein.


    Vielen Dank für die Vorschläge und die Unterstützung.

    Grüße
    B.

  • Burgfried, klasse gemacht !


    Feldreparaturen zeugen von handwerklichem Geschick und Einfallsreichtum.


    Den halben Shims wird wohl mal ein Spaßvogel bei laufendem Motor über den Öleinfüllstutzen "entsorgt" haben.


    Der flutscht da ohne Probleme durch.


    Ich bin nicht so mutig wie du und fahre drauflos. Sitze im Wohnmobil bei laufendem Motor, beobachte die Öltemperatur und den Öldruck.


    Meine Frau musste in den letzten 13 Jahren mit dem Iveco Daily schon 2 x die Heimfahrt mit dem ADAC Abschleppunternehmer antreten.


    Von mir ein :thumbup:

  • Burgfried und Ducato-Schrauber,

    Ventileinstell-Plättchen / Shims im Kurbelgehäuse habe ich jetzt auch in meinem günstig erstandenem Spendermotor (mit allen Anbauteilen) gefunden. Der Motor wurde vor ein paar hundert Kilometern revidiert, als während der Fahrt plötzlich der Öldruck weg war. Irgendwelche Gegenstände haben von innen 2 Löcher in den Motorblock geschlagen. In der Ölwanne war nichts zu sehen. Im Ölansaugkorb finde ich Reste einer Ventileinstellscheibe. Am Alu-Ansaugrüssel sind viele Einschläge zu sehen. Größere Teile der Einstellscheibe wurden dann offensichtlich zwischen Kurbelwange und Motorblock zermalmt, der Motorblock hat 2 x nachgegeben.


    Ich kann mir vorstellen daß der Öleinfüllstutzen beim Einstellen der Ventile entfernt wird. Je nach Einstellhilfe behindert er das auswechseln der Shims bei Zyl.1 und 2.

    Und wenn dann das Loch des Öleinfüllstutzen nicht verschlossen wird und ein Ventilplättchen - Ups - da reinfällt, schnell neues Plättchen her und alles wieder zumachen.

    Also nicht mehr einmalig.

    Gruß von Dietmar aus Hameln

  • Ich komme da nicht richtig mit. Wie kann denn ein Shim nach unten in die Wanne kommen ?

    Hat ein Teil von Shim den Motorblock durchschlagen ? Der muß ja dann beim einstellen, vergessen worden sein. Normal kann er ja nicht aus der Tasse hüpfen.

    Da bekommt man ja Angst und Bange. Klärt mich doch bitte auf. So sieht eine 50ccm Kurbelwelle mit Kolben nach 10 Runden Vollast mit einem 2 Takter aus.

    Wolfgang

  • Habe noch einmal geschaut. Beim 2,5er sind die Shims 40mm Dm. Das ist auf den Bildern 100% ein Shim. Auf dem einen Bild ist ein Stück Metallring neben dem Shim Fragment wahrscheinlich ein Stück vom Tassenrand.

    Eine Theorie von mir, wenn der Tassenrand oben, vorn bricht, kann theoretisch der Shim durch die Nocke der Welle nach außen geschoben werden. Das würde mit der Dicke des Shims passen, denn so weit steht der Tassenrand nach oben über.

    Auf dem Bild kann man das sehr gut sehen, der Shim ist nicht mehr drin. Wenn der Tassenrand vorn weg ist, kann der Shim nach vorn raus. Ich würde erst einmal den Ventildecken abbauen, dann siehst Du ja, ob einer fehlt.

    Frage ist dann nur, wie kommt das rel. große Stück in die Kurbelwanne ???

    Gruß Wolfgang

  • Hallo,

    der gebrochene Rand der Tasse deutet auf einen Unfall bei der Anwendung dieses Werkzeugs hin mit dem man die Tasse nach unten drückt.

    Oder auf den Versuch das mit einem anderen unsachgemäßen Werkzeugzeug zu machen.


    Grüße Matthias

  • Wenn ich bei meinem Iveco (2,5 oder 2,8 ltr . 116PS/122PS ) die Ventile einstelle stört der Öl- Einfüllstutzen, weil er weit über die Tassenstößel rüber steht.

    Wenn man den Einfüllstutzen rauszieht (M8 Mutter und O-Ring halten ihn) dann ist da schon ein ordentliches Loch neben der mechanischen Kraftstoffpumpe ( auf dem Bild unten demontiert).

    Tja und von diesem Loch aus geht es in einem großzügigen Bogen in das Kurbelgehäuse.

    Ok. ich messe jetzt auch noch mal nach, aber so von den Fotos her kann da ein 40mm Shims durchpassen.

    Also aufpassen!

  • Hallo Matzie

    Da habe ich Erfahrung mit. Habe die Shims nacheinander rausgenommen, um gleich alle erforderlichen zu bestellen.

    Dafür habe ich natürlich den Motor gedreht. Das war der große Fehler. Ohne Shims hakt der Nocken der Welle hinter den Tassenrand und hat sie nach außen gedrückt. Das waren 100€. Das schlimmste dabei war, meine Frau hat die Brüche zuerst gesehen, konnte ich nicht mehr vertuschen:klatsch. Hätte gesagt, das ist Verschleiß. Wie sagt man, Schwund ist überall.

    Sofim, Das ist die Möglichkeit, daß, das Teil da durch gerutscht ist. Wenn er den Ventildeckel abnimmt, sieht er, wo ein Shim fehlt. Sollte ich meine Ventile wieder einmal einstellen müssen, kommt die Nockenwelle raus. Habe die Maße Luftspalt und Shims notiert und den Zylindern zugeordnet.

    Wolfgang