Verschaltung Aufbaubatterien

  • Beide Batterien haben in etwa prozentual den gleichen Ladezustand. Und wir haben mindestens ein IUoU Ladegerät mit einem den Batterien entsprechenden Ladestrom.


    Die Hauptladephase läuft jetzt so lange, bis die 14,4V erreicht sind. Egal ob bei einer Batterie der Ladestrom dabei schon etwas früher zurück geht. Bekommt die andere eben etwas mehr, so daß hier schon mal ein gewisser Ausgleich statt findet. Hierbei wird auch keine Batterie überladen ...

    Soweit stimme ich Dir voll und ganz zu.:thumbup:


    ... für die eine Batterie beginnt nur die Konstantspannungsphase schon etwas eher.

    Hier stimme ich Dir nicht mehr zu, denn die Konstantspannungsphase beginnt stets für beide Batterien gleichzeitig. Aber vielleicht meinst Du ja eigentlich die Absorptionsphase, denn die könnte tatsächlich bei einer Batterie schon eher beginnen.


    Wärend der anschließenden Konstantspannungsphase geht der Strom langsam zurück.

    Hier stimme ich wieder zu.

    Auch hier ist es egal bei welcher Batterie das schneller passiert, Am Ende sind beide voll.

    Und genau hier setzen meine Zweifel an: Denn spätestens in dem Moment, in dem die Konstantspannungsphase beginnt, setzt das Ladegerät auch den Zeitpunkt fest, an dem sie endet und auf Erhaltungsladung umgeschaltet wird. Was ist, wenn die Dauer der Konstantspannungsphase schlicht zu kurz ist, um die größere der beiden Batterien auf 100% aufzuladen?


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Hallo Gerhard


    Absorptionsphase währe der bessere Begriff gewesen, da gebe ich dir Recht.


    Was deine Zweifel angeht, ich denke das in der Regel die größere Batterie auch den Beginn der Konstantspannungsphase festlegt und diese ist bei den meisten Standartladegeräten dann zeitgesteuert.

    Also, vorrausgesetzt das Ladegerät ist in der Lage ausreichend Strom zu liefern, wird die größere Batterie auch genau so voll werden, als wenn sie nur alleine dranhängen würde.

  • Was deine Zweifel angeht, ich denke das in der Regel die größere Batterie auch den Beginn der Konstantspannungsphase festlegt und diese ist bei den meisten Standartladegeräten dann zeitgesteuert.

    Nein, das tut sie nicht.


    Während der Konstantstromphase regelt das Ladegerät die Spannung so, dass der jeweilige Nennstrom fließt. Z.B. ein 20A-Ladegerät regelt also 20 Ampere Strom ein. Wie die beiden Batterien diesen Strom unter sich aufteilen, davon hat das Ladegerät keine Ahnung. Das Ladegerät registriert und überwacht nur den Gesamtstrom.


    Wenn die Batterien jetzt langsam voller werden, muss das Ladegerät die Spannung immer weiter anheben, um den Nennstrom halten zu können. Irgendwann erreicht die notwendige Spannung dann die 14,4 Volt, und dann - genau dann! - endet die Konstantstromphase und es beginnt die Konstantspannungsphase. Aber auch zu diesem Zeitpunkt hat das Ladegerät keine Ahnung, wie die beiden Batterien den Strom unter sich aufteilen oder in welchem Ladezustand sie sich gerade befinden. (Zugegeben, wenn Batteriekapazität und Nennstrom des Ladegeräts einigermaßen aufeinander abgestimmt sind, sollte der Ladezustand sich nicht dramatisch unterscheiden, aber unterscheiden kann er sich schon.)


    Die Konstantspannungsphase ist dann in der Tat zeitgesteuert. Und meine Befürchtung ist eben, dass bei parallel geschalteten Batterien unterschiedlicher Kapazität diese Zeit für die größere Batterie zu kurz sein könnte.


    Also, vorrausgesetzt das Ladegerät ist in der Lage ausreichend Strom zu liefern, wird die größere Batterie auch genau so voll werden, als wenn sie nur alleine dranhängen würde.

    Da verstehe ich ehrlich gesagt nicht was Du meinst. Denn in der Konstantspannungsphase hat das Ladegerät ja überhaupt keinen Einfluss mehr auf den Strom.


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Anderer Ansatz, ich hab ja Zeit. Mehr als 50 Jahre praktische Elektronikerfahrung, wollen erst mal wiederlegt werden. Was nicht heißt, daß ich nicht mehr lernfähig bin.


    Das Ladegerät läd eine Batterie. Bei 80% (willkürlicher Wert) erreicht die Ladespannung 14,4V und das Ladegerät wechselt nach "U".

    Zweigt jetzt eine zweite Batterie einen Teil des Ladestroms ab, dauert der ganze Vorgang zwar länger, aber trotzdem werden die 14,4V wieder bei 80% Ladezustand der größeren Batterie erreicht. Die kleinere hat jetzt vieleicht schon 83% erreicht. Sie könnte am Ende vieleicht wirklich 1% mehr Ladung abbekommen haben.

    Dem Ladegerät ist es doch vollkommen egal, was da draußen vor sich geht. Es liefert seinen maximalen Strom bis die 14,4V erreicht sind, dann wird umgeschaltet. Ab jetzt läuft nur noch die Zeit.

    Du hast recht, ab jetzt spielt der Strom keine Rolle mehr, er nimmt ja nur noch ab.


    Gruß Egon

  • Zweigt jetzt eine zweite Batterie einen Teil des Ladestroms ab, dauert der ganze Vorgang zwar länger, aber trotzdem werden die 14,4V wieder bei 80% Ladezustand der größeren Batterie erreicht. Die kleinere hat jetzt vieleicht schon 83% erreicht. Sie könnte am Ende vieleicht wirklich 1% mehr Ladung abbekommen haben.

    Stimmt, Du hast recht! Und ich bin jetzt endlich dahintergekommen, wo die ganze Zeit mein Denkfehler lag!:/


    Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass in der Konstantspannungsphase die zweite Batterie der ersten so viel Strom "wegnimmt", dass die erste bis zum Ende der Phase nicht richtig voll geladen wird. Aber bei einem richtigen IU0U-Ladegerät stimmt das ja nicht. Da liefert halt das Ladegerät in der Konstantspannungsphase einfach entsprechend mehr Strom.


    Danke nochmal für die Geduld.;)


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png