Wasser in der Doppelscheibe

  • Hallo :wink in die Runde !!


    Folgendes haben wir heute erlebt. Nachdem wir das Fahrzeug am Mittwoch aus der Werkstatt abgeholt haben (Dichtigkeitsprüfung, Ersetzen eines fehlenden Stopfen in der besagten Scheibe usw), stellte meine Frau heute morgen fest, dass sich Wasser in der Scheibe angesammlt hat. Wir hatten darauf verwiesen, dass seit geraumer Zeit in der Scheibe der Küche ein Profen fehlt und sich dort einige Fliegen hin verirrt hatten. Der Monteur sollte den fehlenden Stopfen ersetzen, was er auch tat.

    Bis heute hatten wir auch keine Schwierigkeiten mit der Scheibe. Doch da es am Wochenende etwas kälter war und wir die Heizug benutzen mussten, stellte sich folgendes Bild heute morgen zum Frühstück:

    Die Scheibe war beschlagen und es hatte sich doch eine größere Menge Wasser im Innnenraum der Scheibe angesammelt.





    Wie sollte man hier jetzt verfahren? Das Fahrzeug ist aus der Garantie!


    Kann man ein kleines Loch in die Scheibe bohren um das Wasser ablaufen zu lassen? Im Winter steht unser Eura immer im Freien und sehe dann das Problem, dass die Scheib kaputt fireren könnte.


    Hat hier schon jemand das Problem gehabt und wenn ja wie wurde es gelöst?


    Danke schon jetzt an alle die sich an diesem Thema mit fachlichem Rat beteilligen. :klatsch

    Mit freundlichen Grüßen



    Klaus und Heike


    Unterwegs mit einem Eura Integra 790 EB
    3 Achsen, 5300 kg zGG, 177 PS

  • Kann man ein kleines Loch in die Scheibe bohren um das Wasser ablaufen zu lassen?

    Kann man, ich habe zwei 2mm Bohrungen am untersten Ende der Scheibe gemacht und seitdem kein beschlagenes Fenster mehr gehabt.

    Bei mir liegt es an Rissen in der Scheibe, vermutlich hat mein Vorgänger die Acylscheiben mit Glasreiniger geputzt, häufiger Fehler.


    edit:\\ Im Normalfall zahlt auch die Teilkasko ein neues Fenster. \\

    Grüße aus Kiel

    Ralf


    Ja, ich führe Selbstgespräche, manchmal brauche auch ich kompetente Beratung.



    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von SH_Knaus ()

  • Bei mir ist aktuell auch eine Scheibe rissig und darüber kam Wasser hinein. Weil es nun schon Wochen dauert und ein Ersatz immer noch nicht abzusehen ist, habe ich ein Loch gebohrt. Der Wasserstand nahm immer mehr zu. Allerdings wäre in meinem Fall (Scheibe über Fahrerhaus und sehr schräg verbaut) das Wasser ins Fahrzeuginnere gelaufen, sodass ich eine kleine Ablaufrinne basteln musste. Bislang funktioniert ist.


    Wahrscheinlich war bei dir noch genug Wasser in der Scheibe, bevor das Loch ordnungsgemäß verstöpselt wurde. Das muss ablaufen können, deshalb unten ein Loch bohren, aber noch mal nachsehen, dass das Wasser auch wirklich nach außen abfließen kann. Damit das nicht so lange dauert mit dem austrocknen, könntest du den oberen Stöpsel wieder herausnehmen und (falls vorhanden) mit Preßluft vorsichtig trockenpusten. Allerdings solltest du dann einen Anschluss mit Ölabscheider haben. Oder einfach Zeit mitbringen. Bei meinem Fenster hat es fast 1 Monat gedauert, eh alle Feuchtigkeit endlich draußen war, denn obwohl man nichts sehen konnte, wenn die Sonne darauf schien, war es schnell wieder beschlagen.

  • Moin,


    wenn Druckluft, dann nur getrocknete.

    Ich würde mit einem Staubsauger, trockene Luft duch die Hohlkammer saugen, bei dem aktuellen Wetter aber nicht so der Hit.

    Nützt aber alles nichts wenn der schnelle Luftaustausch in der Scheibe nicht verhindert wird, ich denke da wird irgendwo eine Nahtstelle nicht dicht sein.


    Freundlich grüßt

    Bernd

    Haftungsausschluß: Meine Tipps und Ratschläge befolgst du auf eigenes Risiko, eine Befähigung zu den von dir ausgeführten Arbeiten setze ich voraus:nono

  • ich denke da wird irgendwo eine Nahtstelle nicht dicht sein.

    Nicht denken, lesen! - Es hat ein Verschlussstopfen gefehlt. Deshalb war die Scheibe lange nicht dicht und nun ist sie abgedichtet worden, aber ohne die Luft vorher zu trocknen, also prinzipiell kein Wunder, dass da jetzt Wasser drin ist.


    Achtung: nicht ganz so ernst gemeint:wink


    Gruß


    Nils

  • Nachtrag:


    Da wir normalerweise nicht die Möglichkeit haben, die Scheiben wieder mit dem entsprechendem Gas zu füllen, kann man die Scheibe bei einem fehlenden Stopfen eigentlich nur tauschen. Alternativ eben offen lassen und ggf. im Sommer nach langer heißer und vor allem trockener Phase verschließen, aber ich glaube, man wird immer Probleme mit Feuchtigkeit behalten.


    Gruß


    Nils

  • Schweißschutzgas ist trocken;) wäre eine Möglichkeit, Kompressor mit Kältetrockner liefert auch trockene Luft.

    Gibt es das Reifenfüllgas (Stickstoff) eigentlich noch? Das wäre auch trocken.



    Freundlich grüßt

    Bernd

    Haftungsausschluß: Meine Tipps und Ratschläge befolgst du auf eigenes Risiko, eine Befähigung zu den von dir ausgeführten Arbeiten setze ich voraus:nono

  • Da wir normalerweise nicht die Möglichkeit haben, die Scheiben wieder mit dem entsprechendem Gas zu füllen

    Der Zwischenraum zwischen den Acrylscheiben ist mit ganz normaler Luft gefüllt. Auch sind die Stopfen nicht hundertprozentig dicht, sie erlauben einen gewissen Druckausgleich.

    Alternativ eben offen lassen und ggf. im Sommer nach langer heißer und vor allem trockener Phase verschließen

    Im Gegenteil! Am besten im Winter, wenn es richtig klirrend kalt ist, verschließen. Denn je kälter die Luft, desto weniger Feuchtigkeit enthält sie.


    Wobei, wenn natürlich nicht nur Dunst drin ist, sondern sich richtig Wasser zwischen den Scheiben angesammelt hat, muss man das natürlich zuerst mal loswerden. Da hilft im Zweifelsfalle wirklich nur ein Loch.


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Im Gegenteil! Am besten im Winter, wenn es richtig klirrend kalt ist, verschließen. Denn je kälter die Luft, desto weniger Feuchtigkeit enthält sie.

    Moin Gerhard,


    von der reinen Thermodynamik her hast du natürlich vollkommen recht. Das Problem ist jedoch, dass wir bei uns (also zumindest hier in Norddeutschland) im Winter selten über 2 bis 3 Monate konstantes Hochdruckwetter mit entsprechenden trockenen Luftmassen haben. Dies ist bei uns ausschließlich im Sommer der Fall.


    Auch sind die Stopfen nicht hundertprozentig dicht, sie erlauben einen gewissen Druckausgleich.

    Das kann ich mir so nicht vorstellen, denn wenn ein Unterdruck ausgeglichen wird, dann würde sie ja Umgebungsluft ziehen und somit automatisch Feuchtigkeit. Dann würden alle Scheiben, nach spätestens einer Saison Kondenswasser beinhalten. - Tun sie aber nicht:/. Das Kondenswasser ist bei uns immer nur an der inneren Scheibe außen, also so, dass ich es mit einem Handtuch wegwischen kann:klatsch


    Gruß


    Nils

  • Das Problem ist jedoch, dass wir bei uns (also zumindest hier in Norddeutschland) im Winter selten über 2 bis 3 Monate konstantes Hochdruckwetter mit entsprechenden trockenen Luftmassen haben. Dies ist bei uns ausschließlich im Sommer der Fall.

    Das Problem ist halt Folgendes: Angenommen, Du hast einen richtig heißen Sommer, Temperaturen um 35°C, und überdies ist es knochentrocken, nur rund 20% relative Luftfeuchte. Diese Luft füllst Du jetzt in den Zwischenraum und machst dann dicht. Die absolute Wasserdampfmenge bleibt jetzt also konstant.


    Im Herbst, wenn es kühler wird, kann die Luft aber weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Das heißt, dass die relative Luftfeuchtigkeit steigt, obwohl die absolute Wasserdampfmenge immer noch die Gleiche ist. Und wenn die oben beschriebene Luft jetzt auf ungefähr +7°C abkühlt, dann erreicht die relative Luftfeuchte 100% (Taupunkt) und es gibt Kondensation!


    Es ist daher viel besser, die Luft an einem richtig kalten Tag "einzusperren". Auch in Norddeutschland.;)


    Das kann ich mir so nicht vorstellen, denn wenn ein Unterdruck ausgeglichen wird, dann würde sie ja Umgebungsluft ziehen und somit automatisch Feuchtigkeit.

    Ein gewisses Maß an Feuchtigkeit ziehen sie ja auch. Wenn es nach einer längeren Hitzeperiode, insbesondere wenn es schwül-warm war, plötzlich einen Kälteeinbruch gibt, dann kann sich auch zwischen unbeschädigten Womo-Fenstern durchaus mal ein bisschen Beschlag bilden.


    Es sollte allerdings niemals so viel sein, dass sich flüssiges Wasser ansammelt, Und Insektenleichen sollten schon gar nicht darin rumschwimmen.


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Es ist daher viel besser, die Luft an einem richtig kalten Tag "einzusperren". Auch in Norddeutschland.

    Ja, du hat recht, wenn du es hinbekommst, dass sich zu diesem Zeitpunkt kein Kondensat zwischen den Scheiben befindet, ist das der beste Zeitpunkt die Scheibe zu verschließen:thumbup:Hab mit gerade nochmal so ein Feuchte-Diagramm angesehen.


    -> Also ist es für den TE ganz einfach:

    - Stopfen wieder entfernen

    - Hoffen dass die Scheibe wieder austrocknet

    - Bei minus 20°C (oder so) Stopfen wieder einfügen


    Bei Punkt 2 liegt hier die größte Unsicherheit :|

    Ein gewisses Maß an Feuchtigkeit ziehen sie ja auch. Wenn es nach einer längeren Hitzeperiode, insbesondere wenn es schwül-warm war, plötzlich einen Kälteeinbruch gibt, dann kann sich auch zwischen unbeschädigten Womo-Fenstern durchaus mal ein bisschen Beschlag bilden.

    Hab ich noch nie erlebt, wohl gemerkt bei unbeschädigten Fenstern.


    Gruß


    Nils

  • Hallo ihr Lieben,


    Danke für die vielen Tips und Hilfestellungen. Ich habe heute das Wasser aus dem Zwischenraum abgesaugt.

    Hierzu habe ich einen Feuerwehrschlau (von Playmobil) in den Zwischenraum eingeführt und das Wasser heraus gesaugt. Die Fliegen sind leider noch drin.

    Nun sind die Scheiben zwar noch beschlagen aber das Wasser ist schon einmal raus.


    Hallo Gerhardt, sollte mein Händler kein Erfolg bei Eura haben, werde ich es so machen wie Du es beschrieben hast. Im Winter wenn es richtig kalt ist kommen dann die Stopfen wieder rein.

    Hallo Nils, bekomme ich die Scheibe vielleicht von innen wieder trocken wenn ich diese mit einem Fön bearbeite?

    Mit freundlichen Grüßen



    Klaus und Heike


    Unterwegs mit einem Eura Integra 790 EB
    3 Achsen, 5300 kg zGG, 177 PS

  • ... bekomme ich die Scheibe vielleicht von innen wieder trocken wenn ich diese mit einem Fön bearbeite?

    Damit wäre ich sehr vorsichtig, denn Acrylglas ist hitzeempfindlich und wird weich, wenn es zu heiß wird.


    Wenn das flüssige Wasser jetzt erst mal raus ist, dann besteht zumindest keine Gefahr mehr bei Frost. Sorge natürlich auf alle Fälle erst einmal dafür, dass kein neues Wasser mehr eindringen kann. Ansonsten könntest Du evtl., und zwar idealerweise bei möglichst niedriger Luftfeuchtigkeit, z.B. mit einer Aquarien-Luftpumpe und einem passenden Schlauch etwas Luft "durchspülen".


    MfG

    Gerhard

    Ehemals "Gerhard (mit Eura)"

    Frankia I 680 BD: 854130_5.png

  • Moin,


    hat die Scheibe 2 Stopfen? Dann ggf. auch den anderen entfernen und wie Gerhard schon schreibt einen Luftstrom erzeugen. Wenn du die Scheibe dabei leicht erwärmst, dann wird sie auf jeden Fall trocknen. Wie beschrieben mit einem Fön aber nur sehr vorsichtig oder mit einem Heizlüfter auf niedriger Stufe und in einiger Entfernung aufstellen.


    Gruß


    Nils

  • Gibt es das Reifenfüllgas (Stickstoff) eigentlich noch?

    sollte ein vernünftiger Reifenhandels-(Fachbetrieb) Betrieb haben.

    Ist wirklich nur Stickstoff.

    mit freundlichem Gruß, der Rolf aus dem Rheinland


    Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist. Jean Paul (1763-1825)

  • 2031-1a7134e9d8ca60a921bf0bc8c1d06e908a5533ed.jpg

    Schwedenopa schrieb:

    Auch sind die Stopfen nicht hundertprozentig dicht, sie erlauben einen gewissen Druckausgleich.


    Unsere Doppelscheibe hat keine Stopfen. Das Resultat im letzten Jahr, ein Knall und die Kunstoffscheibe innen ist geplatzt. Zum Glück hat das die Teilkasko übernommen, die Reparatur kostete über 2.000 Euro.


    LG Thorsten

  • sollte ein vernünftiger Reifenhandels-(Fachbetrieb) Betrieb haben.

    ob das Vernünftig ist wage ich zu bezweifeln, Luft enthält 78% Stickstoff, wie lange dauert es bis alle anderen Gase aus dem Reifen difundieren?

    Ich konnte bisher bei keinem meiner Fahrzeuge nennenswerte Druckverluste durch die Verwendung von Luft feststellen.

    Ein tolles Erlebnis hatte ich mal beim Reifennachfüllen an einer Tankstelle, da kam mehr Wasser aus dem Füllschlauch als Luft.

    Die hatten wohl bei ihrem Kompressor noch nie das Kondenswasser abgelassen, seitdem wird Zuhause nachgefüllt oder Unterwegs mit dem Minikompressor.


    Freundlich grüßt

    Bernd

    Haftungsausschluß: Meine Tipps und Ratschläge befolgst du auf eigenes Risiko, eine Befähigung zu den von dir ausgeführten Arbeiten setze ich voraus:nono